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[Grundw.] (1831)
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sie dürfen auch nachher nicht verwittern, wenn man sich im Voraus eine haltbareMauer versprechen will; doch dürfen sie auch nicht verhältnifsmäfsig zu fest seyn, da-mit ihre Gewinnung nicht zu kostbar ist.

Ob die Steine im Wetter und Wasser gut stehen, hängt von der besonderen Artund Mengung ihrer Bestandteile ab, defshalb wählt man auch gern Steine, deren Be-standteile von der Beschaffenheit sind, dafs sie der Einwirkung von Luft und Wasserlange Zeit widerstehen, ohne aufgelöst zu werden. Dafs die Steine in passender Formbrechen, d. h. mehr tafelartig als kuglich ausfallen, ist aus vielen Ursachen, beson-ders wegen der guten Verbindung unter sich, höchst nötig. Eine gehörige Gröfsedarf ebenfalls nicht aufser Acht gelassen werden, weil kleine Steine nicht viel Raumausfiillen, an sich keinen so festen Verband möglich machen und auch durch die Mengeder dabey entstehenden Zwischenräume der Mauer keine grofse Dauerhaftigkeit geben.Nach Maafsgabe ihres Zw'eckes und des ganzen Baues sind sie daher 1 bis 5 Fufslang, 1 bis 3 Fufs breit und f bis 1 Fufs stark zu wählen.

§ 3.

Bekanntlich bestehen zu und um Freyberg, wie überhaupt in, dem gröfsten Theiledes Sächsischen Erzgebirges, die Hauptgebirgsarten aus Gneus, Granit, Porphyr, Horn-blend-, Thon- und Glimmer-Schiefer. Bey den meisten Arten des Gneuses vereinigensich alle Eigenschaften eines guten Mauer - und Wölbsteines, da er hinlänglich fest ist,mit guten Lagern bricht, und sich leicht bearbeiten läfst.

Es ist leicht abzusehen, dafs dieses glückliche Zusammentreffen der Einführungund Ausbreitung der Grubenmauerung beym Sächsischen Bergbaue sehr günstig gewe-sen ist.

Der Thonschiefer, dessen man sich vornehmlich in der Schneeberger Bergamtsre-vier zur Gruben - und andren Mauerung bedient, bricht in verhältnifsmäfsig sehr dünnenPlatten und hat weit mehr Bearbeitung nöthig als der erstere. Diese erstreckt sich vor-nehmlich auf die schwierigere Herstellung des Kopfes. Aufserdem aber kann der Thon-schiefer , gehörig behandelt, noch festere Mauerung geben als der Gneus, indem beyder geringen Stärke der Platten nicht leicht eine, nach der Stirn der Mauer oder derKrümmung des Gewölbes länger oder nur so lang als bey dem letzteren, zusammenhän-gend fortlaufende Stofsfuge entstehen kann.

§. 4.

In Rücksicht auf ihre Güte theilt man die Steine in folgende Sorten ein:

1 ) Ganz gute. Zu dieser Sorte verdienen, besonders aus den oben angegebnen Ur-sachen , die Gneus - Steine gezählt zu w erden; nächst ihnen kann man den Thon -Hornblend- und Glimmer - Schiefer hieher rechnen, besonders wenn der letzteremehr Quarz als Glimmer in seinem Gemenge enthält. In Bräunsdorf, wo das Ge-birge meist aus Glimmerschiefer besteht, wird derselbe häufig zur Grubenmauerungangewendet, eben so auch an manchen Orten im Obergebirge.

2) Mittelmäfsig gute. Hieher sind diejenigen Steine zu rechnen, welchen eine odermehrere der oben bemerkten Eigenschaften fehlen. Man kann darunter zählen: denGranit und Basalt, die verschiednen Porphyrarten, Sand-und Kalk-Stein, aber auchnoch einige Arten des Thon- und Glimmer-Schiefers.

Dem Granit und Basalt fehlt es zwar nicht an Festigkeit, beyde sind jedoch zuhart und daher in ihrer Zurichtung zu kostbar, um eine allgemeinere Anwendungzu erlauben. In Schneeberg, wo man sich zum Theil des Granites zu Grundmauernbedient, sucht man vornehmlich denjenigen, welcher den wenigsten Feldspath inseinem Gemenge hat, da solcher Granit der Verwitterung am wenigsten ausgesetzt ist.

Die Porphyr-Arten sind theils zu fest, theils wieder zu gebräch; so ist z. B. derHornstein -Porphyr bey Grillenburg zu hart und zerspringt bey der Zurichtung in un-regelmäfsig eckige Stäke; der Thonporphyr hingegen zwischen Freiberg und Chem-nitz, z. B. bey dem Dorfe Wiese, ist für die Grubenmauerung zu weich. DerSandstein, einiger Urkalkstein, so wie einiger Thon - und Glimmerschiefer gebenzwar zur Mauerung über Tage brauchbare Steine, allein für die Grubenmauerungsind sie nicht immer haltbar genug.

Mufs man, in Ermangelung guter Sorten von Steinen, sich der letztgenannten Ge-birgsarten bedienen, so hilft man sich dadurch, dafs man ihnen entweder eine sorg-

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