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[Grundw.] (1831)
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5) Die von Raucourt de Charleville in Rufsland zu öffentlichen Banen benutztenKalksteine gaben in der Analyse folgendes:

a) Mittler gemeiner Kalk mit vielen kleinen Muscheln, von grobem Korne, fastsplittrigein Bruche, röthlicher und matt dunkelgelber Farbe, specifischem Gewichte2,62, nahm 2§ seines Gewichtes an Wasser auf, er enthielt

Kohlensäuren Kalk 84

Kieselerde 10

Thonerde und Eisenoxyd 4Wasser und Verlust 2

Darin enthaltene reine Kalkerde 48.

b) Magrer Kalk von grobem Korne, schieferigem Bruche, ziegelrother Farbe, 2,69specifischen Gewichte nahm 2J seines Gewichtes an Wasser auf, er enthielt:

Kohlensäuren Kalk 7S

Kieselerde 9

Eisenoxyd und Thonerde 6Wasser und Verlust 7

Darin enthaltne reine Kalkerde 44.

c) Sehr magrer Kalk, von feinem, ziemlich gleichförmigem Korne, dunkelgrauerFarbe, mit undeutlichen rothen Adern, splittrichem Bruche, sehr cristallinisch, 2,42spec. Gewichte, nahm lf seines Gewichtes Wasser auf.

Mit Sand gab er einen in 8-10 Tagen unter Wasser völlig erhärtenden gutenWassermörtel.

Er enthielt:

Kohlensäuren Kalk 37,8

Kalk, (sich nicht im Wasser auflösend,) 26Talkerde 10

Thonerde und Eisenoxyd 5,6

Wasser und Verlust 4,6

Darin enthaltene reine Kalkerde 47.

6) Fetter Kalk , welchen Raucourt de Charleville in den Jahren 1819 und 1820zu Toulon in Frankreich benutzte bestand aus

Kohlensaurem Kalke 96

Kieselerde 2

Eisenoxyd 1>5

Gelöscht, mit £ Thon gemengt und nochmals gebrannt, gab er einen guten hy-draulischeu Kalk.

7) Seit längerer Zeit schon bedient man sich in England zu Bauen aller Art dessogenannten römischen Mörtels; dieser besitzt die Eigenschaft, sowohl in Berührungmit der Luft als mit dem Wasser, wie der Gips, fast augenblicklich zu erhärten, wennman ihn zu einem etwas consistenteren Teige einrührt, ohne ihn mit einer fremdenMasse zu mengen.

Er löst sich im Wasser nicht auf, und erlangt eine desto gröfsere Festigkeit, je

mehr er stets von demselben Überflossen bleibt. Man bedient sich seiner nicht ebensozum Berappen der Häuser wie zum Aufführen der Grundmauern.

Beyin Einrühren mufs man ihm den gehörigen Grad der Consistenz geben, ihn so-dann schnell ausbreiten, die Arbeit nicht unterbrechen, wenn er nicht sogleich erstar-ren und Risse bekommen soll.

Rein, darf er nur zu Bauen unter Wasser angewendet werden. Für andere Aus-führungen empfehlen die Herren Parker und Wyatts, welche ihn bereiten, ihn mitscharfeckigem, gutgewaschenem, feinem Sande zu mengen; und zwar in dem Verhält-nisse von 2 zu 3 Cäment, für Grundmauern und der Witterung ausgesetzte Verzierungen;von 3 bis 5 auf 3 Cäment, für gewöhnlichen Mörtel;

von 3 zu 2 Cäment, zur Bekleidung von dem Froste ausgesetzfen Mauern,

von 5 zu 2 Cäment zu der von Mauern, welche der Trockenheit und Hitze ausgesetzt sind.

Man mengt den Cäment vor dem Einrühren mit dem Sande; er löscht sich langsam,nimmt wenig Wasser auf und nimmt dem Volumen nach nicht zu.

Er wird aus sehr thonigen Kalksteinen, bey sehr sorgsam geleitetem Feuer, mitSteinkohlen, gebrannt, da er sonst durch einen gewissen Grad von Schmelzung völligunbrauchbar wird.