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[Grundw.] (1831)
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wird Cs. §• 40.) und <p den zu suchenden Winkel, x aber die Höhe des Scheitels überdem Puncte, für welchen die Tangente gesucht wird, so ist Taf. III. Fig. 22.

^ TT (2 y. x-\-x z )

y

oder cos. cp =: —\ -

y-\-x

Die Richtung von Widerlagern dieser Art, würde nur durch besonders aufgestellteoder an den Schablonen zu befestigende Lehren zu bestimmen seyn.

Beyde eben angeführte Verfahren für die Kettenlinie und die Ellipse beziehen sichübrigens auf die mittlere Wölbung.

Für die schon häufigere Anwendung der sehr flachen Kettenlinie zu der krummstir-nigen Scheibenmauer ist die eben gegebne genauere Bestimmung nicht erforderlich, dahierbey die Steinfugen und Widerlager ohne allen Nachtheil in den Radien eines Kreis-bogens liegend angenommen werden können und die Steine selbst ohnedem nicht diegenauere Bearbeitung der Wölbsteine erhalten.

§. 52.

Werden zum Hauen der Widerlager nur in gewissen Entfernungen Lehren für de-ren Richtung aufgestellt, so untersucht man die Richtigkeit der ersteren während undnach der Arbeit durch über je zwey Lehren im Streichen des Gewölbes gezogne Schnu-ren oder gelegte Latten; diefs kann indefs nur geschehen, wenn die Widerlager in ei-ner einzigen zusammenhängenden, nicht in einer abgesetzten (s. §. 17. §. 34) Flächeliegen, in welchem Falle die Anwendung des Mauerwinkels am empfehlungswerthe-sten ist.

Finden sich nur einzelne Puncte in den Widerlagern, wo das Gestein zu tief aus-gehauen werden mufs, um gehörige Sicherheit zu geben, so gleicht man dieselben wohlmit einzelnen Steinen oder Stücken Scheibenmauer aus; dafs man geringere Uneben-heiten durch stufenweises Absetzen der Widerlagsflächen beseitigt, habe ich schon mehr-mals erwähnt.

Ist aber ein Gewölbe oder Bogen auf der einen Seite auf festes Gestein, auf deranderen auf Mauerung aufzusetzen, so hat man die gröfste Sorgfalt anzuwenden, dafsnicht durch das Zusammensetzen der letzteren, eine, dem Gewölbe nachtheilige, Sen-kung entsteht. Diese Scheibenmauer mufs daher sowohl an sich sehr gut zusammenge-arbeitet werden, als auch, wenn es irgend möglich seyn sollte, eine Zeitlang für sichstehen, ehe das Gewölbe aufgeführt wird. Indefs gehört dieser ganze Fall schon zu demweniger häufigen Vorkommen.

§. 53.

Die Schablonen für Anlage krummstirniger Scheibenmauer von geringer Höhekönnen, bey deren unbedeutender Bogenhöhe, oft aus einem einzigen Brette geschnit-ten werden, bey bedeutenderer Länge wenigstens nur aus einigen zusammengenageltenBrettern.

Man stellt sie auf Strecken an zwischen der Sohle und Förste eingespannte Sprei-zen, über Tage, an freystehenden Säulen auf, welche bey gröfserer Höhe, z. B. fürdie Anlage von Teichdamm - Mauern, oft ganze Gerüste nöthig machen. Nach Maafs-gabe der Gröfse der Anlage wächst die, für Streckenmauerung meist zu 3 Ellen zu be-stimmende Entfernung, in welcher sie von einander aufgestellt werden, bis zu 6, 15,20 und mehr Ellen, auf welche Länge man mit Hülfe der über je zwey Schablonengespannten Schnuren mauert.

Sobald die Widerlager richtig und regelmäfsig hergestellt sind, werden die Lehr-bögen mit der Verschalung bedeckt. Diefs geschieht mit Latten, Schalbrettern oderPfosten; (letztere, wenn das Gewölbe gröfser und schwerer oder wenn man die, eben-falls von Pfosten gefertigten, Schablonen in mehr als lf Elle Entfernung von einanderaufgestellt hat; s. §. 49.). Für gewöhnliche Gewölbmauerung besteht diese Verscha-lung aus \ bis 1 Zoll starken Spündebrettern von nicht über 6 Zoll Breite, damit siemöglichst genau die Krümmung des aufzuführenden Gewölbes geben, dessen innereWölbung durch die Oberfläche dieser Verschalung bestimmt wird, indem sie sammt denSchablonen gleichsam den Kern oder die Form giebt, über welche das Gewölbe ge-