VI
Vorwort.
Etablissements, einen gründlichen Ueberblick über das auf ihrem Gebiete Geleistete,und, aus solchen gestützt, ein selbstständiges Urtheil bilden, sich hierdurch vondem wuchernden Recept- und Formelwesen emancipirend. Hierzu nach Kräftenbeizutragen, ist das Ziel, das sich die vorliegende Arbeit gesteckt; das Wesent-lichste wurde in den Text aufgenommen, und, da es unmöglich die ganze Fach-literatur in sxtsnso in das Handbuch zusammenzudrängen, wegen des Weiterenin Fußnoten auf die Originalabhandlungen verwiesen.
Der Ueberzeugung, daß eine richtige Auffassung und Würdigung desstntns Huo unserer Industrie, ohne Kenntniß des status <^uc> auts, nichtwohl möglich, hielt ich es für erforderlich, die Grenzen, die sich die erste Auf-lage gesteckt, auch in dieser Richtung zu überschreiten. Leider liegt an histo-rischem Materials nur wenig vor, und ungeachtet Hierhergehöriges vielfachselbst aus zweiter und dritter Hand aufgenommen worden, blieb gerade dieserTheil der Arbeit recht lückenhaft. Sehr wünschenswerth wäre es, daß diealten böhmischen und deutschen Glashütten, dem Beispiele der Nachbarn imWesten und Südwesten folgend, mit zuverlässigen Mittheilungen aus ihrenArchiven weniger kargten.
Unter den auf rationeller Basis stehenden Feuerungsanlagen hat vorallen anderen Siemens' Regenerativ-Gas-Heizung sich auch an Glasöfenbewährt, und sich Weltruf erworben. Ihr, sowie den mit solcher versehenencontinuirlich arbeitenden Wannenöfen ist die gebührende eingehende Behandlungzu Theil geworden, und hoffe ich, daß es gelungen, System, wie Vorzügedesselben, klar darzulegen.
Auf vielen Speciälgebieten der Fabrikation waren Neuerungen nachzu-tragen, die Herstellung gegossener Spiegel in ihrer heutigen Entwickelungzu schildern, da, wie das bei der Geheimthuerei der diesen Zweig der Glas-industrie cultivirenden Anstalten kaum anders möglich, das hier von denHandbüchern noch neuerdings Gebotene meist gänzlich veraltet ist.
So konnte denn von dem Texte der ersten Auflage kaum etwas unver-ändert bleiben, und war ich zu einer von Grund aus neuen Bearbeitunggezwungen. Diese hiermit dem fachmännischen Publicum in Wissenschaft undPraxis darbietend, bitte ich, im Interesse wahren Fortschritts unseres Industrie-zweiges, um eingehende sachliche Kritik, und gütige Zurechtstellung etwaigerIrrthümer.
Zum Schlüsse ergreife ich freudig die Gelegenheit, Denjenigen, die durchfreundliche Unterstützung die vorliegende Arbeit gefördert, meinen aufrichtigenDank hier auszusprechen. Zunächst Herrn Professor Dr. C. Schmidt inDorpat, durch dessen gütige Vermittelung mir manche wichtige literarische