Bleikrystall.
293
I.
II.
Sand.
100
100
Pottasche.
36
50
Zerfallener Kalk . .
13
10
Brocken.
—
70
Eisenoxyd.
10
5
Braunstein ....
10
10
Kupferoxyd ....
10
8
Kobaltoxyd ....
10
5
Zu anderen schwarzen, unter dem Namen Hyalith bekannten Gläsern, werdenmehrfach Laven und Hochofenschlacken, mit, oder ohne Zuschlag von färbendenMetalloxyden, verschmolzen.
irbe
zem
bei
Die Fabrikation des Bleikrystalls.
Ungeachtet sich bereits in manchen antiken Pasten und Gläsern Bleioxyd alswesentlicher Bestandtheil findet, so wie in dem, wenn auch nur vielleicht antiken,so doch jedenfalls recht alten „Spiegel dcsVirgiG im Kirchenschatze von St. Denis,nach einer 1787 durch Fougeroux ausgeführten Analyse, gegen 50 Proc. Blei-oxyd nachgewiesen wurden^), ist, nach allgemeiner Annahme, die sich wahrscheinlichauf die Behauptung Bosc d'Antic's^): „Im äsoonvsrts cl'nn tlint-^lsss, äsov vsrrs clont Iss sllsts oont si stonnsns, sst ent-isrsnrsnt äns s IsArsnäsUrstnAns" stützt, die Erfindung aus bleihaltiger Composition hergestellten Glases,des Bleikrystalls (llint-Zlsss), ein den englischen Hütten zufallendes Verdienst.Bontemps, solcher Annahme beistimmend, erklärt das Aufkommen dieses Glasesin einer im Nachstehenden im Wesentlichen wiedcrgegebenen, sehr Plausibel klin-genden, und daher auch von anderen Autoren acccptirten Weises. Schon frühesahen sich die englischen Hütten genöthigt, in ihren Schmelzöfen Steinkohle alsBrennmaterial zu benutzen, und gilt in England R. Mansell, dem 1635 hieraufein Patent ertheilt worden, für denjenigen, der solches auch praktisch zuerst durch-geführt, obgleich ausschließliche Steinkohlenfeuerung in Frankreich bereits 1619 vonden Brüdcrn d'Azsmar auf ihrer Hohlglashütte zu Roucn verwandt wurdet).Da man nun sehr bald wahrnehmen mußte, daß der, in damaliger Zeit bei Stein-kohlenfeuerung unvermeidliche, dicke Qualm im Schmelzofen, schon während derSchmelze auf Reinheit und Farbe des erschmolzenen Glases nicht ohne schädlichenEinfluß, auch bei der Ausarbeitung das Product leicht verdarb, war man bestrebt,denselben vorn Glase abzuhalten, und erfand zu solchem Zwecke die sogenanntengedeckten Häfen (s. S. 84). Diese gestatteten nun zwar das Glas, durch Rauchunbeeinflußt, zu schmelzen und auszuarbeiten, man war aber, wegen unvollkommener
si l'öli^ot: Oonrs Istzons. ^.nn. än Oonssi'vst. 2,(1862), 525. — 2) Osnvi'SS 1,159. — ->) ksxort» ot tlls Karls Ilnivsrssl kxüiditivn 2, 378. Hiernach Wagner'sJahresbericht 3, (1857), 185. — si 1s Vslllsnt: Iss vsrreries äs Is Horrnsnäls.(Konen: Kundin, 8, 1673, 280.