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Zusammensetzung des Glases.
Äquivalente beider Basen aus, er habe sich „durch mehrere synthetisch und ana-lytische Versuche überzeugt, daß, sobald mehr als 1 Äquivalent Kalk mit einemÄquivalent Natron und 6 Äquivalenten Kieselsäure verbunden ist, das Glas sichnicht mehr so widerstandsfähig gegen Atmosphärilien zeigt, auch viel größere Nei-gung zum „Rauhwerden" verräth." Leider fehlen in seiner Publication die hiereinzig und allein Sicherheit gebenden Zahleneingaben, und ist daher nicht einmalklar, ob die untersuchten Gläser gleiche Basicität besaßen. Jedenfalls be-dürfen die Angaben Siegwart's weiterer experimenteller Bestätigung, und wärees von größtem theoretischen Interesse, wenn sich, wie Siegwart will, wesent-liche Unterschiede in der Resistenzfähigkeit bei so geringen Abweichungen in derprocentischen Zusammensetzung deutlich erkennen ließen.
Für die Praxis genügen Grenzbestimmnngen wie: „die Zusammensetzung derbesten Natron-Kalk-Gläscr liegt zwischen Hs.0 OuO 6 810^ und 5 lünO 7 OnO 36810^"völlig, da geringe Abweichungen, bei einem in so großem Maßstabe als Glas her-gestellten Producte, schon an und für sich unvermeidlich, hier, wo in der Zusammen-setzung dann und wann noch deni Zustande des Schmelzofens Rechnung getragen wer-den muß, stets vorkommen werden. Als mittlere Zusammensetzung gutenNatron-Kalk-Glases ergäbe sich somit: 5Hn066n033810^, entsprechend:Kieselsäure . . . . 75'4
Natron.11'8
Kalk.12-8
100-0 Proc.
Zu mit den vorstehenden übereinstimmenden Ergebnissen gelangen wir für dieals böhmische Gläser oben aufgeführten Kali-Kalk-Gläser. Für solche entsprächenden Zusammensetzungen:
I. L06a068102, II. 5LnO60^0 33 810-, III. 5L0 7 6a0 36 8i0-die nachstehenden Procentverhältnisse der Einzelbestandtheile:
I.
II.
III.
Kieselsäure. .
. 70-6
711 .
... 71-4
Kali . . . .
. 18-4
169 .
. . 15-5
Kalk . . . .
. 110
120 .
. . 131
1000
100-0 ,
. .100-0
Kali
1
1
1
Kalk
0-59
0-71
0-84
In den in der betreffenden Tabelle angeführten Gläsern kommt auf 1 Thl. Kali I
Nr. 1 Nr. 2
Nr. 3
Nr. 4
Nr. 5
Nr. 6 im Durchschnitte
an Kalk: 0-78 0'67
0-63
1-21
0-53
0-47 0-72
es kommen dieselben somit derZusammensetznng einesTrisilicats 5LO60nO338iO^,wie die Natrongläser der analogen 5 UnO 6 6n0 33 8i O^, im Durchschnitte sehr nahe.
U Wo erforderlich, wurde bei den in Rede stehenden Gläsern, wie solches umgekehrtauch schon oben geschehen, das in denselben enthaltene Natron in seinem Aequivalent anKali, und ebenso die Magnesia in ihrem Aequivalent an Kalk in Rechnung gebracht.