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Satz und Gemenge.
Kieselsäure.78'72
Natron.12'92
Kalk. 6-51
Thonerde und Eisenoxyd . . 1'65
99-80
Nimmt man nun an, die 1'65 Proc. „Thonerde und Eisenoxyd" der letzterwähnten gefundenen Zusammensetzung entstammten, von dem schmelzenden Glasegelöster Hafenmasse, seien als aufgelöster Thon(A.l^0^28iO^) im Glase vorhanden,und zieht demgemäß 1'65 Proc. Thonerde und Eisenoxyd und, als zugehörig,1-92 Proc. Kieselsäure von den gefundenen Werthen ab, so gewinnt man als Zu-sammensetzung der „Glasmasse nach Abzug des Thons" die folgende:
Kieselsäure.78'8
Natron.13'4
Kalk. 7-8
100-0
die von der aus dem Gemenge berechneten nur um 0'1 bis 0-2 Proc. abweicht.
Wie aus dem eben Angeführten hervorgeht, ist somit die Analyse im Stande,bis zu einem gewissen Grade, und für praktische Zwecke völlig scharf genug, dieGemengeangaben zu controliren, soweit dieselben den Kieselsäure- und Flußmittel-gehalt (Kali, Natron, Kalk, Bleioxyd) betreffen; weniger genügend, ja oft gänzlichunbrauchbar, dagegen, werden sich die aus den Ergebnissen der Analyse abgeleitetenWerthe für Farbe- oder Entfärbungsmittel erweisen, da von diesen vielfach Quan-titäten, deren auch nur annähernd genaue Bestimmung über die Grenzen desAusführbaren hinausgeht, genügen, um intensive Färbungen, und in die Augenfallende Färbungsunterschiede hervorzurufen, wie das z. B. bei Cobalt, Nickel,Kupferoxydul, Gold, u. a. m. der Fall ist.
Gemengevorschriftcn für die verschiedenen Glassorten werden später beiBesprechung der Herstellung der betreffenden Gläser, ihren Platz finden, hier seinur der Art und Weise des Gemengemachens etwas eingehender Erwähnunggethan.
Das Abwiegen und Mengen der Einzelbestandtheile des Gemenges, nachgegebenem Satze, geschieht in einem unter Verschluß befindlichen, nur den mit derAnfertigung der Composition betrauten Arbeitern zugänglichen, besonderen Raume,der „Gemengestube", in der sich die Rohmaterialien in zum Gebrauche fer-tigem Zustande in gesonderten Kasten oder Fächern befinden. Daß in der Ge-mengestube vor Allem auf Reinlichkeit und peinliche Ordnung zu sehen ist, ver-steht sich von selbst, wie auch, daß zum Gemengemachen nur die zuverlässigstenArbeiter zu benutzen sind. Nach den Vorschriften des Satzes werden von diesen,unter Aufsicht, die Rohmaterialien abgewogen und gemengt. Meist geschiehtdieses auf einem hierzu bestimmten Theile der Gemengestubendiele. Hier werdendie gesiebten und gewogenen Einzelbestandtheile des Gemenges zunächst in flachenSchichten über einander geschüttet, dann wiederholt durchgeschaufelt, wobei die Masse