Formarbeit.
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eine recht innige werde, die Oberfläche sowohl des unteren, als des auf diesenaufzusetzenden neuen Thonstückes, mit den Nageln der Hand rauh gekratzt. MancheFig. 15. Hafcmnacher halten es für besser, den Thon für den Boden erstauf einem anderen Hafenbrctte zusammenzuwerfen, zum Fladen zui formen und diesen dann durch Umstülpen auf das Brett, auf deml gebaut werden soll, zu bringen, sowie von vornherein mehr Thonauf das Hafenbrett zusammenzuwerfen, als zur Bildung desBodens allein erforderlich, und den Ueberschuß dann an den! Wänden der Form aufzustampfen, mit einem hölzernen Bläuel(Fig. 16, 17, 18) festzuschlagcn, und in dieser Weise den unterenTheil der Wand mit dem Boden aus einem und demselben Stückei ^ Thon zu formen; bequemer ist diese Art des Baues jedenfalls,
>! ja bei hohen Häfen, sollen dieselben in der Form gearbeitet werden,
j oft die einzig mögliche; im Uebrigen ist es indeß gerathen, hierbei,wie überhaupt, wo es sich um Nebensächliches handelt, den Hafen-macher bei seiner gewohnten, ihm sicher von der Hand gehenden,Art und Weise der Arbeit zu belassen, und nicht durch Neuerungenunsicher und mißmüthig zu machen.
Zum Weiterbau formt nun der Gehilfe des Hafcnmachersden Thon zu 15 bis 30 ein langen, 3 bis 8 am dicken, an ihrenbeiden Enden spitzzulaufenden, Rollen (Würsten, xastons, oolain-1ÜN8, rolls), die er, der Reihe nach, so wie sie zur Verwendunggelangen, mit seinen Nägeln, in der Längsrichtung über sie hin-kratzcnd, mit frischer und rauher Oberfläche versieht. Der Hafen-macher nimmt eine derartig vorbereitete Thonrolle, legt dieselbe ihrer Länge nachauf den entblößten linken Vorderarm und die linke Hand, bringt das auf der HandFig. 16. Fig. 17. Fig. 18.
ruhende Ende mit der oben erwähnten Rinne am Umfang des Bodens, oder derstets nach der Mitte des Hafens stark geneigt zu haltenden, Ansatzfläche der begon-nenen Wand in Berührung und knetet dasselbe, es hauptsächlich mit dem unterstenGliede des gekrümmten Zeigefingers der rechten Hand bearbeitend, fest an, dar-auf achtend, daß von der anzusetzenden Rolle sich stets nur ein kleiner Theil mitder Ansntzstclle des bereits fertigen Theiles in Berührung befinde, da sonst, nurzu leicht, luftgefüllte Hohlräumc zwischen den zu verbindenden Thonpartieen zurück-bleiben. In eben beschriebener Weise, eine Rolle nach der anderen aufsetzend,fährt der Hafenmacher mit dem Bau ununterbrochen fort, schlägt dazwischendie neuaufgesctzten Theile der Wand, von deren richtiger Dicke er sich durch an-gehaltene Maße überzeugt, mit dem Bläuel („Platzen") oder der flachen Handgegen die Form an, und setzt neue Rollen auf, bis der Hafen die Höhe der um-gebenden Form erreicht hat. Wird eine Unterbrechung der Arbeit unvermeidlich,