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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Schinz's Gasofen.

geht laug unter dem Ofen durch, steigt am anderen Ende des letzteren auf, undsetzt sich, wie durch die punktirte Linie angedeutet, in dem horizontalen eisernenRohre wn fort. Lang über den Schmelzofen, und die demselben angebautenFritt- und Kühlöfen 8 und />' hin, erstreckt sich, in der Mitte der Ofenbreite, derim Querschnitte rechteckige Kanal DL, der mit dem Schmelzraume durch dieWärme zuführenden Kanäle LL verbunden, in seiner ganzen Länge von einem starkenund weiten gußeisernen Rohre AI durchsetzt wird. Dieses Rohr von elliptischemQuerschnitte ist an seinen beiden Enden geschlossen, und umschließt sowohl daserwähnte Ansmündungsrohr n-r der Lustzuführung als ein diesem parallelesoo, von nahezu gleichem Querschnitte, das an der vom Schmelzraum abgekehrtenSeite offen, an der entgegengesetzten in dem absteigenden Schenkel e sich fortsetzt.Die aus dem Rohre in das als „Vorwärmekammcr" dienende, weite Rohran dem, dem absteigenden Rohre s zugewandten Ende, eintretende Gebläseluftdurchzieht in Lt den in -r-r zurückgelegten Weg in entgegengesetzter Richtung,tritt dann, erwärmt, in das offene Ende von oo ein, legt in diesem Rohre denWeg durch die Länge der Vorwärmekammcr zum dritten Male zurück, und wirdendlich durch den absteigenden Schenkel s in die Vorkammer des Schmclzraumesgeführt, wo sie, durch nach « hin gerichtete, seitliche Oeffnungcn dieses Rohrs,in getheilten Strahlen austretcnd, sich mit den vom Generator gelieferten Gasenmischt. Die beschriebene Einrichtung dient, von in den Raum H abziehenderOfcnhitze geheizt, wie erwähnt zunächst als Vorwürmung für die Bcrbrennungs-luft, enthält außerdem aber noch einen weiteren Apparat, den Schinz, bestrebt,seinen Ofen sich selbst regulircn zu lassen, beizugeben für nöthig hielt. Zu letz-terem Zwecke durchsetzt das Abzugsrohr oo der in vorgewärmten Gase, inseiner ganzen Länge, ein starker, mit seinem vom Schmelzraum abgekehrten Endein der Mauer befestigter, an dem freibleibenden Ende mit einer Zahnstange ver-bundener Kupferstab. Nimmt nun die Ofentemperatur, und mit ihr (?) die Tem-peratur des ovalen als Vorwärmekammcr dienenden Rohres ^ ab oder zu, soverkürzt oder verlängert sich der eben erwähnte Kupfcrstab, den Schinz als Ther-mometer für seinen Ofen benutzt, und bewegt sich, da das eine Ende desselben fest-steht, das andere freie rück- oder vorwärts. Diese Bewegung wird dann mittelstder angebrachten Zahnstange, und ebenfalls gezahnter Kreissegmente, in bekannter,in dem Längsschnitte bei angedeuteter Weise, auf den Hebelarm eines, dieLuftzufuhr unter den Gencratorrost regulircnden, Ventils übertragen. In Betreffder übrigen Ofcneinrichtung zeigen die Schnitte in L die zu beiden Seiten vonAbzugsrinnen für das Herdglas, die in den Kanal münden, begrenzte Bank,sowie in L/c die Commnnicationskanälc des Schmelzraumes mit der Vorwärmc-kannner. Nach dem unvcrhültnißmäßig großen Tcmper- und Fritjofen wird dieWärme durch Oeffnungen in der Wand 1t vom Schmelzraume aus geliefert, vonletzterem aus dann auch, durch geeignete Fenerungskanäle, der Ofen LF erhitzt.

Wie ersichtlich ist die Constrnction des Schinz'schen Ofens eine wohldurchdachte; möglichste Raumöconomie, an geeignetem Orte besorgte Luftzufuhrzu den von Flugasche befreiten Gasen, Ausnutzung der bei den älteren Systemenmeist nicht weiter berücksichtigten abgehenden Of^nwärme, zeichnen ihn seinen Vor-gängern gegenüber Vortheilhaft aus. Ist es nun aber auch leicht, im Besitze des