Siemens' Wechselklappen. 141
ersteren beginnen, ist zwischen allen vier Kanälen, durch ein kurzes, der Kanal-weite angepaßtes, Eisenrohr, von kreisrundem Querschnitte, das mit zwei einandergegenüberstehenden, und in dasselbe mündenden, seitlichen Ansatzröhrcn versehen ist,eine Connnunication hergestellt, wird aber durch Schrägstellung einer, sich, mitihrer senkrecht auf der Kreuzung stehenden Achse des vicrschcnkligcn Berbindungs-rohrcs, bewegenden elliptischen Klappen, deren Ränder sich hierbei an die Innen-wände des vertikalen eisernen Rohres anlegen, beim Betriebe derartig beschränkt,daß stets der Gaskanal mit dem einen Seitenarme der von hier ab getheilten Lei-tung, der Kaminkanal mit dem entgegengesetzten Arme derselben verbunden erscheint.Die durch solche Einrichtung erreichte Wirkung ist nun die folgende. Würdeder elliptischen Klappe eine vcrticale Stellung gegeben, so commnnicirte der Gas-kanal direct mit dem Kamin, und würde somit das zuströmende Gas, ohne über-haupt in die Seitenkanäle einzutreten, durch letzteren entweichen; giebt man aberder Klappe die in unserer schematichen Darstellung angedeutete, von links nachrechts geneigte diagonale Stellung, so ist hierdurch die dirccte Connnunicationzwischen Gaskanal und Kamin aufgehoben, dagegen der Gaskanal ^ mit demrechten Zweige der weiteren Gasleitung, und gleichzeitig der linkeZweig der letzteren mit dem Kamin, verbunden. Das vom Generatorgelieferte Gas tritt unter solchen Umständen, in der Richtung der Pfeile in derSkizze, in den rechten Schenkel der Leitung ein, strömt durch diesen in denOfen, verbrennt hier mit der durch eine gleiche Klappencinrichtnng im Luftkanalin ganz analoger Weise zugeleiteten Luft zusammentreffend, und die hierbei ent-standenen Berbrcnnungsprodncte, an der entgegengesetzten Seite des Ofens, durchden mit dem Zugkamin in Verbindung gesetzten linken Zweig der Gas- und Luft-leitung angesogen, strömen in der Richtung der auf dieser Seite, bei L undin die schematische Abbildung eingetragenen Pfeile, unter der elliptischen Klappedurch, dem Kamin zu. Wird nun die elliptische Klappe in die Lage der anderenDiagonale, somit in eine von rechts nach links geneigte Stellung gebracht, socommunicirt nunmehr der Gaskanal / mit dem linken, der Kamin L mit denrechten Armen der Gas- und Luftleitungen, es wird daher die von Generatorgas,Luft und abgehenden Ofengasen bisher verfolgte Richtung in die entgegengesetzteverwandelt, und erfolgt in dieser Weise, mit jedesmaligem Umschlagen der Wechsel-klappe, eine vollständige Umkehrung der Zngrichtung des Ofens.
Die Regeneratoren. Durch Einschaltung der eben beschriebenen Wechsel-klappen war die Möglichkeit gegeben, die vom Ofen geforderten Quantitäten vonGas und Luft ihm durch ein Kanalpaar zugehen zu lassen, das kurz vorher vonden mit voller Schmelzhitzc abgehenden, durch den Zugkamin abgesogenen, Pro-dncten der Verbrennung pafsirt worden war. War dieses aber der Fall, so konnteauch die Wärme, mit der die abgehenden Gase aus dem Ofen entwichen, auf diezuströmenden in analoger Weise übertragen werden, wie solches, in Bezug auf dieanstrebende und zutretende Luft, in der calorischen Maschine geschieht. DiesenZweck verfolgend, schaltete Siemens zwischen Wechselklappe und Schmelzraumseine „Regeneratoren", mit, aus feuerfestem Steinen hergestelltem Netzwerkegefüllte Kanalerweiterungen, die, wie bereits oben erwähnt, das wesentlichste Un-