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Wanne für continuirlichen Betrieb.
Beendigung derselben aufgebrochen wurde, und die geschmolzene Glasmasseanschießen ließ, versehen, und lieferte, bei mäßigem Brennstoffconsum (Braun-kohlenfeuerung), gut durchgeschmolzenes rohes Glas, das in einem Hafenofcnmngeschnwlzcn, und aus letzterem auf Boutcillen verarbeitet wurde.
Hatten die betreffenden Versuche der Dresdener Fabrik nun auch gezeigt, daß,bei geeigneter Construction des Schmelzraumes, die im Wauncnofen nur vonoben her auf die Glasmasse einwirkende Flamme der Siemens'schen Gasheizunggenüge, um Glas zu schmelzen, so führten sie doch zunächst nicht zu einem für dieDauer befriedigenden Resultate, und scheiterte diese Art Oefcn vorläufig an derSchwierigkeit, eine Wanne herzustellen, die, längere Zeit hindurch der Einwirkungder geschmolzenen Glasmasse ausgesetzt, sich in ihren Fugen dicht erhielte. Nach-dem viel Zeit und Geld auf stets erneute Constructionsversuche verwandt worden,gelang es erst am Schlüsse der sechsziger Jahre, als Siemens das Mauerwerkder Wanne andauernd durch dasselbe in zahlreichen Zugkanälcn umströmende kalteLuft abkühlte, die Wanne dicht zu erhalten, und kamen dann solche Wannen zu-nächst auf einer Tafelglasfabrik zu Charlottenburg und einer Flaschenfabrik zuBoxhafen bei Berlin in Verwendung ^).
Wannenöfen für continuirlichen Betrieb. Bereits am Schlüsse desüber denHafcnbau Gebotenen,ist der Siemens'sche, dreikammerige, Schmelzhafcnfür continuirlichen Betrieb besprochen worden. Diesen Hafen, der sich beim Ge-brauche auf der Hütte durchaus praktisch erwiesen, übersetzte nun Siemens, nach-dem er, wie erwähnt, in der Kühlung der Wanncnsohle durch andauernd unter ihrhinstrcichende kalte Luft ein Mittel erkannt, der zerstörenden Einwirkung des ge-schmolzenen Glases entgegenzuarbeiten, indem man durch die Abkühlung das Mauer-werk mittelst einer Schicht erstarrten, oder nur noch zähflüssigen, Glases gegen dasdarüber stehende dünnflüssige schützte, ins Große, und erreichte hierdurch, daß,wie in seinem Hafen, so nunmehr auch in der verbesserten Wanne, die wie jeneraus drei gesonderten Theilen bestand, das Glas nicht nur roh erschmolzen, sondernauch geläutert, und, behufs Ermöglichung der Ausarbeitung, soweit erforderlich,abgekühlt werden konnte. Der neue Wannenöfen, der sich bei richtiger Behandlunggut bewährte, fand rasch mehrfache Einführung in die Praxis; er ermöglicht con-tinuirliches Schmelzen und Ausarbeiten mit zwei Schichten Arbeitern, eignet sichdaher namentlich für Masscnproduction, und liefert, wie ich mich hiervon an eincniderartigen Weißhohlglas- und einem Boutcillcnofcn zu überzeugen Gelegenheitgehabt, ein gut durchgeschmolzenes und geläutertes Product.
Zur Erläuterung der von Siemens seinem „ continuirlich arbeitendenWannenöfen mit Regenerativ-Gasfeuerung" gegebenen Einrichtung,mögen die nachstehenden Schnitte dienen, von denen Fig. 61 ein Horizontalschnittdurch die Wanne nebst Gas- und Luftpassage, Fig. 62 ein Verticalschnitt nachder Linie Fig. 63 endlich, ein Vertiwlschnitt, quer durch den Ofen und zwarauf der rechten Seite nach OD, auf der linken nach LH des Horizontälschnittes ist.
Unter dem Hinteren Theile des Ofens ^4 befinden sich, wie aus Fig. 62 er-sichtlich, die Regeneratoren, von denen in unserer Zeichnung nur das eine Paar
U Steinmann: Ergänzungsheft zu dem Comp. der Gasfeuerung (1869), S. 9.