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Neuere Ofenconstructionen.
theilten sehr günstig der „Engineer" st sowie Weddingst und lieferte einen eben-falls sehr günstigen Bericht, über die 1871 erfolgte Einführung einer solchen auseiner gräflich Danneskiold'schen Glasfabrik bei Copenhagcn, Friehlingst.
Bei der Bedeutung, die sich die Regenerativ-Gas-Feuerung auch auf Glas-hütten bereits errungen, schien ein näheres Eingehen auf die Siemens'schen Oefen,und eine Aufführung der dieselben betreffenden Literatur geboten.
Neuerdings sind nun mehrfach Versuche gemacht worden, die Wirkung derRegenerativ-Gasheizung noch zu steigern. Verbrennt Steinkohle unvollkommen(Kohlenoxydbildung), so producirt sie hierbei 2740 Wärmeeinheiten, bei vollstän-diger Verbrennung (Kohlensäurebildung) dagegen 8630 Wärmeeinheiten. Werdennun die im Generator erzeugten Gase, wie z. B. behufs der Thecrcondensation,stark abgekühlt, so geht ein großer Theil der bei der Kohlenoxydbildung gewonnenen2740
Wärme (im Maximum —-77 — 31'7 Proc.), ohne Nutzeffect verloren, ein Ber-
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lust, der den Siemens'schen Oefen von ihren Gegnern bereits wiederholt vor-geworfen worden ist. Solchen Verlust zu vermeiden, oder doch möglichst zu ver-mindern, haben dann namentlich die Gebr. Pütsch in Berlin die Vorzüge, diedas Anlegen der Gas-Generatoren außerhalb des Hüttengebäudes mit sich bringt,aufgegeben, und ihren Generator dircct mit den Regeneratoren des Schmelzofensin Verbindung gebracht, lassen somit die Generatorgase möglichst heiß in die Re-generatoren eintreten und haben, da in Berührung mit heißem Gase die Sie-mens'schcnWcchsclklapPen sich verziehen, ihren Klappen eine Construction gegeben,bei der die Einwirkung der hohen Temperatur der sie umströmenden Gase, we-niger schädlich inflnirt, die Klappe daher sich besser halten soll. Gebr. Pütsch habenihre Oefen wiederholt ausgeführt, und arbeiten dieselben in recht befriedigender Weise.
Andere, so namentlich schon früher Hclff, neuerdings Nchse, gaben ihrenOefen Einrichtungen, bei denen die abwechselnde Richtung des Gasstromes imSchmelzofen wieder aufgegeben, und die Regeneratoren durch andere Vorwärme-einrichtungen ersetzt wurden.
I. Helsf's Ofen (bayerisches Patent vom Mai 1867) wurde auf einerGlasfabrik in Amöneburg bei Biberich ausgeführt st, fand indeß keine größereVerbreitung. Der Ofen ist klein, und enthält nur drei in einer Reihe stehendeHäfen. An der Rückseite des Ofens liegen die Gaserzeuger, unter deren Rostenin den hermetisch geschlossenen Aschenfall Gebläseluft geführt wird. Den aus denGeneratoren abströmenden Gasen führt, bei ihrem Eintritte in den Schmelzraum,dasselbe Gebläse, in einem Luftkanale etwas vorgewärmte Verbrennungsluft zu.Die ausgenutzten Gase endlich entweichen, nachdem sie die Häfen umspielt, durchin der Vordcrmaucr des Ofens, vor den Häfen, ausgesparte Züge, in einen unterder „Form" sich lang hinziehenden, mit dem Zugkamin in Verbindung stehendenhorizontalen Kanal.
st Dinqler's Journ. 203 (1872) 11. — st Dingler'S Journ. 204 (1872) 100.st Dingler's Journ. 203, 14. Polytechn. Centralbl. 1872, S. 315.st Polytechn. Eentralbl. 1871, S. 516, nach Bayer. Industrie- und Gewerbebl.1870, Dec. S. 363.