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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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237
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Bouteillenfabrikation. 237

gemenge ist der Braunstein, der in großem Wechsel unterworfener Menge Anwen-dung findet. In großen Quantitäten dem Grünglase zugesetzt, wirkt er als Fluß-mittel und ertheilt demselben die braune Färbung der Rheinweinslaschcn.

Die Art und Weise des Gemengcmachcns weicht für Grünglascompositioncnvon der für andere Gemenge üblichen, oben beschriebenen, nicht wesentlich ab.Werden natürliche Silicate verschmolzen, so verwenden manche Hütten dieselbenin nuß- bis faustgroßen Stücken, und sparen hierbei allerdings an Arbeit, ob aberzu Gunsten ihres Productcs und ihrer Oefen, darf noch sehr bezweifelt werden.Je reicher nämlich ein Gemenge an bereits fertig gebildetem Silicat, um sowenigerarbeitet^ dasselbe beim Schmelzen, um so weniger findet Gasentwicklungaus den Schmelzmaterialien, und, in Folge dessen, um so mäßigere Bewegung

Fig. 70.

innerhalb der schmelzenden Btassen statt. Wird nun das Silicat in großen Stückenmit den Zuschlägen vermischt, so steht daher zu befürchten, daß die erschmolzeneGlasmasse nicht gehörig mechanisch dnrchgcmcngt, daher nicht in erforderlicherHomogenität erhalten werde. Bedeutend geringer ist die Gefahr, in dieser Weiseein ungleichartiges, stricsiges und rampiges Glas zn erhalten, wenn anstatt inHäfen, in dem Siemcns'schcn Wannenofcn, geschmolzen wird, in dem das Glaseinen weiten Weg in verschiedenen Richtungen zn durchlaufen hat, ehe es zurVerarbeitung gelangt. Aber, auch in solchem, günstigeren Falle, kann die Möglichkeitungenügender Durchmengnng des Flusses nicht als ausgeschlossen betrachtet werden,und sollte somit eine vorhergehende Zerkleinerung des Materials nicht unterlassenwerden, um so weniger, da die Gestcinsartcn, die hier zur Verwendung kommen,fast durchgängig die unliebsame Eigenschaft besitzen, bei raschem Erhitzen mit Gewaltzu zerspringen, und hierbei oft, als oberflächlich geschmolzene, oder mit geschmolzenemGlase überzogene Stcinsplitter, gegen Wände und Gewölbe des Ofens geschleudert,an letzteren haften bleiben, und bei weiterem Schmelzen als basische Silicate dasOfcnmatcrial energisch angreifen.

Behufs leichterer Zerkleinerung des für das Gemenge bestimmten Gesteins,ist es vorthcilhaft, disponirt man über abgehende nicht ausgenutzte Wärme, dieSilicate oder Silicatgcmischc vorher stark zu erhitzen und abzuschrecken. Für einevorläufige gröbliche Zcrtheilung empfiehlt sich dann eine Steinbrechmaschine, inder Art der in Fig. 70 skizzirtcn, die das ihr übergebene Material zwischen dengerippten Backen L und D gewissermaßen zerkaut, und in zerkleinertem Zustande