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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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238 Bouteillenfabrikation.

durch den Spalt ^ in einen unter letzterem befindlichen Sammelkasten fallen läßt.Von den beiden Backen der Maschine steht, wie aus der Abbildung ersichtlich,L fest, während D durch die beiden, bei Drehung des Kurbelrades ^ vermittelstdes Armes -8 bald gestreckten, bald, wie punktirt angedeutet, in dem, in ihrer Mittebefindlichen Gelenke geknickten Arme 60 um die Achse « hin und her bewegt wird,und hierbei das Zerquetschen des Gesteins besorgt. Von der Steinbrechmaschinegelangt das Material dann auf einen Kollergang, auf dem es entweder bis zuder als zweckmäßig erkannten Korngröße, oder zu feinem Mehl vermahlen wird.

In keinem Zweige der Glasfabrikation hat sich das dem Verschmelzen vor-hergehende Fritten des Gemenges so lange und allgemein erhalten, als auf denBouteillenhütten, für keinen ist es aber auch von so nnbezweifelbarer Bedeutung.Einerseits kann nicht geleugnet werden, daß auf Grünglashütten, mehrfach nochbis auf unsere Tage, die primitivsten, leistungsunfähigsten Schmelzöfen in Gebrauchgeblieben sind, und es aus diesem Grunde schon rathsam erschien, durch dasFritten den Ofen zu unterstützen; andererseits aber kann unbedingt durch einesachgemäß geleitete Fritte, bei unreinen Materialien, mancher Nutzen geschafft, sofärbende Kohle ausgebrannt, übertriebene Gasentwickelung, wie solche aus manchemGemenge stattfindet, und ein durch solche hervorgerufenes Ucberflicßen des Inhaltesder Häfen, vermindert, vielleicht auch, wenigstens eine gewisse Quantität, Kochsalzin kieselsaures Natron übergeführt werden. Ein der Schmelze oder besser sogardem Gemcngemachen vorhergehendes andauerndes Erhitzen des zur Verwendungbestimmten Silicatpulvers unter fleißigen: Durchkrücken desselben, und stets erneuertemLuftzutritte, könnte auch, bei Verwendung von Gesteinsarten zum Gemenge, auf daszu erschmelzende Glas nur günstig einwirken, indem, würde das Durchglühen desMaterials in richtiger Weise, und mit gehöriger Sorgfalt geleitet, ein großer Theildes vorhandenen, intensiv boutcillengrün färbenden, Eisenoxyduls, in das bedeutendschwächer, gelb bis gelbbraun färbende Oxyd übergeführt werden würde. Gerathenererscheint es, zu solchem Zwecke, selbst bei Abwesenheit von leichtschmelzbarem Alkali-salze, nicht das fertige Gemenge, sondern entweder das Gesteinpulver für sich allein,oder dieses und den Sand zu glühen, den Kalk aber später zuzusetzen, damit nichtdurch Entweichen der Kohlensäure desselben der letzte beim Freiwerden gasförmigeGemcngebestandtheil beseitigt, und hierdurch die, so schon nur mäßige, Bewegunginnerhalb des schmelzenden Glases noch weiter hcrabgedrückt werde.

Meist wird die Fritte, wo Oefen mit dirccter Heizung in Gebrauch, in vierdem Schmelzofen angebauten, und durch von diesem aus abgehende Wärme erhitzten,Frittöfen besorgt.

Die Schmelze. Bei gewöhnlichen Oefen, seien dieselben zu directer Kohlen-odcr Holzheizung oder auf Gasbetrieb eingerichtet, unterscheidet sich die Grün-glasschmelze von dem früher beschriebenen allgemeinen Gange nur darin, daß, wirdvorher gestattetes Material benutzt, die Fritte glühend in den Hafen eingetragenwird, sowie, daß dem Läutern, da es, wie wir gesehen, nur unvollkommen durch-geführt zu werden braucht, auch nur eine kurze Zeit zugewiesen wird.

Die für Flaschenglas benutzten Hafenöfen enthalten in Frankreich meist 8 Häfenvon bedeutender Größe, so häufig von einem oberen äußeren Durchmesser von circal'O lli; diese Häfen halten gegen 1000 LZ Glas, und liefern pr. Schmelze circa