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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Vouteillenfadrikation.

Mitte meist einen halbrunden Knopf, dessen Bildung schon beim Marbeln in der„Motze" Fig. 80, einem passend ausgehöhlten naßgehaltencn Holzklotze, in demder Posten geformt wird, beginnt, und für den dann in der Form, wie dasFig. 81 zeigt, eine besondere Höhlung c ausgespart ist. Beim Einstülpen des Bo-dens kommt dann der Knopf in die centrale Höhlung des Einstichs zu liegen.

Das Eindrücken des Bodens gänzlich zu umgehen, und diesem scharfe Kantenund elegantere Form zu geben, dient der, in die oben beschriebene Thonform des

Na. 81. Fig. 80. Fig. 82.

Bläsers eingesetzte, gußeiserne „Patentboden", dessen Einrichtung Fig. 82 iwiedergicbt. Damit bei Benutzung desselben, die Luft aus dem unteren Theileder Form, die der Patentboden nach unten zu abschließt, unbehindert entweichen !

könne, schließt sich dieser Boden nicht dicht an die Formwände an, und ist überdiesin seinen, in der Abbildung angedeuteten Vertiefungen, die einem Mittelkuopse 'und acht abgerundeten flachen Füßchen entsprechen, mit das Eisen durchsetzenden,dünnen Lnftabzugsröhren versehen.

Bei Benutzung der Patentböden fällt, damit nicht durch das Hefteisen, >oder vielmehr den „Nabel", den das Glas, mit dem letzteres,wie wir gesehen, zeitweilig an den Flaschenboden befestigt wurde,zurückläßt, wieder verdorben werde, was durch die geschlosseneForm erreicht wurde, die Verwendung des Hefteisens fort. Damitder Meister den Hals der Flasche bilden könne, wird letzterevon dem Jungen, sobald sie aus der Form kommt, mit einemzangmartigen federnden Schuh (sollst), Fig. 83, der den Boden ^stützt, und sich, der Form der Flasche entsprechend eingerichtet, mitseinen hohlen Backen an die Flaschenwand anlegt, gefaßt, in dieser ^Fassung dann weiter ausgearbeitet, und aus ihr in den Kühlofen ^geliefert.

Schon die Verwendung der oben beschriebenen Form und desPatentbodens zielten auf Erleichterung der Herstellung in Gestalt und Größe ^gleichartiger Flaschen; noch einen Schritt weiter ging man in dieser Richtung, indemman Formen herstellte, in denen nicht nur der Bauch, sondern auch der Hals derFlasche gebildet wird. Eine derartige Form einfachster Einrichtung, für eineckiges, kurz- und weithalsiges Flüschchen, zeigt Fig. 84. Gewöhnlich sind der-artige Formen indeß, nicht wie die in unserer Abbildung wiedergegebene zwei-,

Fig. 83.