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Fabrikation der Schwefelsäureballons.
öfen recht häufig ist. Nach je 12 Stunden wird dann die eine Arbciterschicht durchdie andere abgelöst, und stände auch der Einführung der, in mancher Beziehungwünschenswerthen, nur achtstündigen Arbeit, mit 3 einander ablösenden Arbeiter-schichten, von technischer Seite hier kein Hinderniß entgegen, wie sich denn über-haupt der continuirliche Betrieb, abgesehen von seinen übrigen Vorzügen, schon durchnach Stunden geregelte Arbeit Vortheilhaft auszeichnet.
Sehen wir von der Herstellung nur gelegentlich einmal vorkommender Artikel,so besonders großer Flaschen gewöhnlicher Form, wie sie als Ausstellungsobjecteund für die Schaufenster von Weinhändlern rc. bisweilen als Parforcestücke desBläsers angefertigt werden, hier ab, so bleibt uns nur noch die Ausarbeitungeines gangbaren Artikels mancher Bouteillenhütten, der großen meist 20 bis 251fassenden Flaschen rundlicher Form, mit kurzem Halse, zu besprechen, die nament-lich als Säureballons benutzt, auf Hütten, die in der Nähe chemischer Fabrikenliegen, einen meist gut bezahlten Artikel bilden.
Die Herstellung dieser grünen Ballons (Schwefelsäureballons, don1>onns8,cla.m68-4ss.Qns8) unterscheidet sich von derjenigen gewöhnlicher Flaschen wcsent-Fig. 89.
zukühlcn und durch Drehen in der Höhlung desselben gerade vor der Pfeife, undrundlich zu erhalten, dann darin, daß, da das Aufblasen der großen Ballons mehrLuft erfordern würde, als die Lunge zu liefern im Stande ist, beim Blasen einKunstgriff Anwendung findet, endlich darin, daß ein Aufnehmen des Ballons amHefteisen, oder in einem dieses vertretenden Schuh, behufs Ausarbeitung desHalsrandes, wie solches bei den bisher besprochenen Flaschen erforderlich war,nicht stattfindet.
Ist ein genügendes Glasquantum vor der Pfeife aufgenommen, die ersteHöhlung in demselben erblascn, und der kurze Hals durch Schwenken und Nieder-drücken des Külbchens auf die Marbelplatte angelegt, so nimmt der Ballonblüscrein wenig Wasser in den Mund, treibt dieses durch Blasen in die Pfeife undden begonnenen Ballon, und überläßt nun, indem er die Mundöffnung der Pfeifemit der Zunge, oder dem Daumen der rechten Hanh. schließt, dem sich in derheißen Umgebung rasch entwickelnden Wasserdampf das weitere Austreiben derdickwandigen Blase bis zu gewünschter Größe, ein Verfahren, das, so einfach eserscheint, Uebung und Erfahrung voraussetzt, da bei nicht genügender Aufmerk-samkeit der Dampf den immer dünnwandiger werdenden Ballon leicht zu weit undunregelmäßig auftreibcn, oder gar sprengen würde. Ist der Ballon fertig geblasen,wobei zwischendurch, damit der Hals und die obere Wölbung richtige Form behalte,die Pfeife mit dem Glase nach oben gehalten wird, und der Boden durch leichtesAusstößen auf die Marbclplatte schwach eingedrückt, so wird er, noch an der Pfeife,mit dem, den Hals, nahe unter der Stelle wo er abgeschnitten werden soll, rein-
lich darin, daß einmal eine bei Weitem größere Quan-tität Glas vom Arbeiter vor der Pfeife angesammeltwerden muß, es daher erforderlich wird, den aufgenom-menen Posten, damit er nicht abfließe, wiederholt im„Wull oder Wallholz" (ülos), einem flachen Holz-block, mit halbkugcliger Aushöhlung (Fig. 89), der sichauf dem Arbeitsplätze des Ballonbläsers befindet, ab-