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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Weißhohlglasfabrikation.

der Güte des producirten Glases einigermaßen Concurrenz zu machen, so ist dochin Frankreich ein reges Streben nach Besserung schon zu Anfang unseres Jahr-hunderts nicht zu verkennen. Seit der Londoner Weltausstellung wird dann auchwieder das Stylgefühl reger und, sich an Vorbilder aus den Epochen der Blüthe derGlasindustrie, zunächst der venezianischen und böhmischen, anlehnend, oft reincopirend, beginnen manche Etablissements auch in dieser Beziehung wieder correctereWaare auf den Markt zu bringen, und schreiten auf dem betretenen Wege rüstig fort.Die Wiener Weltausstellung von 1873 hatte denn auch in feinem Weiß-hohlglase zahlreiche, sowohl im Material, als in formaler Beziehung, vorzüglicheLeistungen auszuweisen, so in Bleikristall: vor allen anderen die durch Farblosigkeithervorragenden Arbeiten J. Green's in London, denen sich diejenigen von PellatL Co., ebendaselbst, würdig anschlössen; in böhmischem Krystall: die Producte vonE. I. Schmidt in Annathal, Meyr's Neffen in Adolph sowie die der gräflichHarrach'schcn Hütte zu Neuwelt in Böhmen, von C. Stölzle's Söhnen zuNagelberg in Nicdcrösterreich, und von der gräflich Schaffgot' schen Josephincnhüttezu Schreiberhau in Schlesien; in farbigem Krystall: neben den angeführten, dieErzeugnisse von Bodenmüller L Sohn in Hurkcnthal in Böhmen, Sal-viati L Comp. in Venedig, sowie der Fabrik Moninha grande zu Lensia inPortugal; in billigem Halbkrystall endlich: die Producte der Hütten der anonymenGesellschaft zu Vallsrysthal und Portieux in Elsaß-Lothringen, und Villeroy, Boch,Karchcr L Comp. zu Wadgasscn a. d. Saar.

Die Zusammensetzung des gewöhnlichen Weißhohlglases (des Natron-Kalk-Glases) ist eine im Großen und Ganzen, selbst in den verschiedensten Zeiten,ziemlich übereinstimmende; meist, ja fast durchgängig, zeigen die hierhcrgehörigenGläser einen geringen Kalkgehalt, und ist, um das durch solchen, wie wir gesehen,bedingte, leichte Blindwerden zu mäßigen, und die gewünschte Härte des Glaseszu erlangen, der Kieselsäuregehalt in ihnen bisweilen um einige Proccnte Wer-den, der Sättigung 80,3 8102 entsprechenden, erhöht, wie solches nachstehendeZusammenstellung der Ergebnisse analytischer Untersuchungen hierher gehörigerGläscr zeigt:

Weißhohlglas:

Römisches,

Von

Deutsches

Russisches

antikes von

Pantica-

Franzö-

Franzö- von

von

Puzznol i ch

päsum 2)

sisches 3)

siichesch Zwieselch Rütingch

Kieselsäure .

. 70'58

72-11

72-00

77-30 78-39

74-71

Manganoxyd

. 0-48

0-56

—

— 0-15

0-21

Eisenoxyd .

. 053

1-02s

4-50

>0'2I

Spuren jg-24

0-14

Thonerde. .

. 1-80

2'95j

0-43

Kalk . . .

. 8-00

7-52

640

6-40 7 10

8-77

Natron . .

. 18-86

15-46

17-00

16-30 13-91

15-74

100-25

99-62

99-90

10000 100-00

10000

Nr. I) nach Schüler:

Anitl. Bericht über die

Londoner Ausstellung

von 1851.

Nr. 2), -Y,

) nach meinen

Analysen.

'Nr. ch nach

Berthier: (Unu. vüirn. xüxs.

44 0830), 433). Nr. 0 nach Petonze sOornxt. rsnä. 43 s18ä5j), 117.