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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Weißhohlglas: Zusammensetzung.

Die Verhältnisse der Einzelbestandtheile der vorstehend aufgeführten Gläserentsprächen nahezu denen, einer hypothetischen Verbindung 5 itilaO.3 Oa 0.248102oder 2 Iisa0.0a0.9 8102, welche Verbindungen erfordern würden:

5dm O, 3 6a0,24 810-

2 diaO, 6n 0,9

Kieselsäure

. . . . 75-1

75-0

Kalk . .

. . . . 8-7

7-7

Natron .

. . . . 16-2

17-3

1000

1000

Bereits in einem früheren Abschnitte (S. 15 und ff.) ist dargelegt worden,wie Gläser, von der Zusammensetzung der vorstehenden, leicht erblinden und nurgeringe Elasticität besitzen, sowie, daß es wünschenswerth, um diesem Uebclstandezu begegnen, kalkreicheres Glas zu verarbeiten, und so ist es denn von besonderemInteresse, daß wir, in einer von Pslouze untersuchten, und als bestes franzö-sisches Weißhohlglas bezeichneten Probe, einen Beleg dafür besitzen, daß, ent-gegen der Ansicht vieler Hohlglasproducenten, die aus kalkreicheren Gemengenerschmolzenen, in jeder Hinsicht resistenzfähigeren Natrongläser, der Verarbeitungaus Hohlglas keine unüberwindlichen Schwierigkeiten in den Weg legen. Inbesagter Probe fand Pslouze ^):

Kieselsäure.7200

Kalk.15-50

Natron.12-40

10000

somit Verhältnisse der Einzelbestandtheile, die mit denen einer Verbindung5NnO,7 6aO, 36 8102

Kieselsäure.75'4

Kalk.13-7

Natron.10'9

1000

bis auf ein geringes Deficit an Kieselsäure, gänzlich übereinstimmen.

Auffallend ist, daß, während eine Zusammensetzung wie die letzt aufgeführte,bei Natronkalkgläsern, die auf Weißhohlglas verarbeitet wurden, soweit das vor-liegende analytische Material solches zu beurtheilen gestattet, noch recht selten,Analoga derselben in Kalikalk-Weißhohlglas, dem böhmischen Schleifglase, unge-achtet dieses Glas bei äquivalenter Composition bedeutend rigider, viel häufiger,ja ziemlich allgemein zu sein scheint, wie das unter anderen die auf S. 28 auf-geführten Beispiele, deren Zahl sich leicht vergrößern ließe, lehren. Äm Mittelist, in den vier dort aufgeführten, auf Schleifglas ausgearbeiteten Gläsern, das Ver-hältniß von Kali zu Kalk 1 : 0'84, somit sehr nahe dasselbe, als in einer

0 Oomxt. i-sucl. 43 (1855), 117.