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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Weißhohlglas: Formarbeit.

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Glasbläser zu Baccarat, Namens Robinct, der sie 1821 zuerst anwandte, benannt st,alsxiston Robinst" sich recht große Verbreitung errungen.

Fig. 97. Fig. 98.

Dieser kleine, in beistehenden Abbildungen wiedergegebene, Apparat (Fig. 98)besteht aus einem, etwa 40 oin langen, 6 bis 8 ein weiten Cylinder aus starkemWeißblech, der, an seinem oberen Ende geschlossen, in seinem Inneren eine federndeDrathspirale enthalt, durch die der, das untere Ende theilweise verschließende, ander Innenwand des Hohlcylinders dicht hingleitende, in der Mitte durchbohrteHolzkolben gegen das offene Röhrende getrieben wird. Damit der Kolben nichtgänzlich aus dem Blcchmantel heraus gedrängt werde, ist auf das freie Ende desRohres ein, durch Bajonnetverschluß mit ihm verbundener Deckel, dessen Oeffnungetwas kleiner, als die des inneren Cylinders, aufgesetzt. Beim Gebrauche wirddas Piston mit dem nach außen zu conischen, im Conus mit Leder überzogenenTheile der Kolbendurchbohrung auf das Mundstück der Pfeife aufgesetzt, an das-selbe stark angepreßt, und alsdann, durch rasches Hinabdrücken des Blechcylinders,der Lustinhalt des letzteren in die Pfeife, und durch diese hindurch, in die aufzu-treibende Glasblase gepumpt.

Um während des Blasens das Austreten des Glases aus der Form nachoben zu, zu vermeiden, sowie eine scharfe Ausprägung der Wandungen des oberstensich erweiternden Theiles, des Karaffenhalscs zu erreichen, ist es nöthig, dieHöhlung der Form über der, der Ausladung des Halses entsprechenden Höhe,wieder zu verjüngen, und dienen solchem Zwecke die Ansatzstücke cko (Fig. 97). Nach

st Uontömps: knicks än vereise, x. 569.