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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Kryolithglas.

Kieselsäure. ION

Kryolith. 35—36

Zinkoxyd. 13—14

und ist er der Ansicht, der beim Schmelzen des Kryolithglases stattfindende Vorgangbestehe, neben Silicatbildung, in der Entstehung von Kieselfluornatrium, aus einemTheile des Fluors und Natriums des Kryoliths, während sich der Rest des Fluorsmit Silicium zu Fluorsilicium verbinde, und in dieser Form aus dem Hafen ent-weiche. Das geschmolzene Kieselfluornatrium vertheilt sich, nach ihm, durch dieganze Glasmasse und wirkt dann trübend auf das Ansehen derselben ein. Eindem „üot on8t xoroslaiiO ähnliches Product erhielt Williams, in Ueberein-stimmung mit einer Angabe Cheyney's in Philadelphia, als er ein Gemenge vonFeldspath, Sand, Flußspath und Soda in nicht näher angegebenen Verhältnissenverschmolz, und schreibt dann, die auch in dem aus diesem Gemenge gewonnenenGlase hervortretende Opacität der Bildung einer Kieselfluorverbindung des Kalkesin demselben zu ^).

Zu gänzlich abweichenden Resultaten gelangte ich 2), ohne von Williams'Arbeit Kenntniß zu haben. Wie aus der oben wiedergegebcnen Analyse hervorgeht,habe ich eine Fluorverbindung in dem von mir untersuchten Glase desHandels nicht entdecken können, eben so wenig in einer kleinen Probe gut durch-geschmolzeneu solchen Materials, das ich durch Zusammenschmelzen von 1 Thl.Kryolith mit 2 Thln. Quarzsand, entsprechend 1 Aequivalent Kryolith und14 Aequivalente Kieselsäure, im Siemens'schcn Ofen gewann, und das, demoben unter II. aufgeführten Glase sehr ähnlich zusammengesetzt, die nachstehendenVerhältnisse der Einzelbestandtheile zeigte.

Kieselsäure.70'01

Thonerde.10'78

Natron.19'21

100-00

Dieser Zusammensetzung nach, entsprach die Bildung des opaken Glases ausdem angeführten Gemenge, der Zcrsetzungsgleichung (3 Unl'l, L.12IAS)-s- 14 810^— (3 Und, 11 81O2)-s-3 81IA2 so genau, als es nur erwartet werdenkonnte, da die procentische Zusammensetzung des dieser gemäß zu erwartenden

Productes wäre:

Kieselsäure.69'5

Thonerde.10'9

Natron.19'6

100 0

Das in angeführter Weise gewonnene Glas war in flüssigem Zustandedurchsichtig, wurde aber schon bei raschem Erkalten opalisirend, bis milchig, beimWiederanwärmen, oder langsamen Erstarren völlig opak. Ganz analog verhält

Dingler's Journal, 192 (1869), 412 nach Oüsinio. Hsrrs. 1869, Nr. 502. —2 ) Dingler's Journal, 192, 239.