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Blaues Hohlglas.
stark an. Vermieden können solche Uebelstände werden, wenn, an Stelle desKryoliths, wie oben erwähnt, das aus demselben gewonnene Natronaluminat zumGemenge verwandt wird. Nach einer diesbezüglichen Mittheilung, ersetzte 1 Thl.Natronaluminat im Gemenge 1'7 Thle. Kryolith und 0'1 Thl. Soda (?)J, eineAngabe, die indeß mit der Rechnung nicht übereinstimmt, daäquivalent 3 l'iial'I, somit 1 Thl. trockenes, und chemisch reines Aluminat
äquivalent 1'43 Thln.Kryolith, oder 1 Thl. Kryolith äquivalent 0'68 Thln. Aluminat.
Von gefärbten bleifrcien Gläsern sind die häufigsten die blauen, diesich schon unter ägyptischen Glasüberresten recht häufig und zwar sowohl opakals durchsichtig, finden. Der färbende Bestandtheil der opaken türkisblauen Gläserund Pasten ist, wie das schon Klaproth nachgewiesen 2 ), meist Kupfer, und erhältsich solche, z. Z. nur noch sporadisch vorkommende Türkisblaufärbung mit Kupfer,auf den Glashütten noch lange im Gebrauche, wird z. B. von Neri, Merretund Kunckel noch wiederholt recommandirt ch. Ein derartig gefärbtes Alabaster-glas untersuchte Borgstede und fand seine eigenthümliche Zusammensetzung,die die leichte Zersetzbarkeit dieses Glases erklärt, wie nachstehend H:
Kieselsäure.82'95
Thonerde -s- Eisenoxyd. . 0-17
Kalk. 0'08
Kali.16'08
Kupferoxyd. 0.56
99-84
Durchsichtig blaue Gläser sind schon in Aegypten mit Cobalt gefärbt, "wie das zahlreiche sichere Funde constatiren, und hat dann das Cobaltblau, seitseiner Wiederentdeckung (Cardanus ch 1524 kennt es nach Merret, und führt !
es ausdrücklich auf) I, das Kupferblau immer mehr lind mehr aus dem Gebrauche !
verdrängt. Verwandt wurde auf den Glasfabriken des XVl. Jahrhunderts von ^
den Cobältverbindungen das in Zusammensetzung und wirksamem Oxydgehalte ^
großem Wechsel unterworfene geröstete rohe Erz, die „Zaffera" Neri's und -
Kunckel'sH, gelegentlich wohl auch die aus dieser hergestellte Smalte der Blau- !>
farbwerke. Weit sicherere Resultate sowohl in Betreff der Tiefe, als des Tonesder zu erlangenden Färbung, giebt das erst neuerdings zu solchem Zwecke benutzte s
reine Cobaltoxyd, das von fremden Beimengungen, namentlich den Oxyden des )
Eisens frei, stets denselben Erfolg zu erreichen gestattet, und von dem nur sehr ^
geringe Quantitäten erforderlich sind, uni eine intensive Färbung der Glasmassehervorzurufen. Stricte Vorschriften über die Menge des Cobaltzusatzcs lassen sich, ^da wir für die Bemessung der Farbeuintcnsität keinen Ausdruck besitzen, nicht
st Polytechn. Centralbl. 1870, S. 631 »ach Olismio. bis«'«, 1869, Dec., 317. —ch „8nr «xnslcxnss viti'itioations nntchnss". Nein. äs ü^oaä. äs Berlin 1789, :
S. 3 bis 16. Nach Gmelin (Oommsut. OöttiuA. 1780, Vol. II) wäre in manchenantiken Gläsern Eisen der blaufärbende Bestandtheil. — st ^i-s vitraria 1, 14, 15,
20, 24, 25, 36. — I Knapp: Chem. Technol. 2, 194.— st Merret; zu Neri 1, 12. !
st So z. B. Xrs vitriaria 1, 12.