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Goldrubin.
Sand.
.100
Thln.
Mennige.
.80
Salpeter.
.12-5
Pottasche.
„
wird 12 Stunden hindurch geschmolzen, das sich bildende Glas wiederholt umge-rührt, endlich in kaltem Wasser abgeschreckt und fcingestampft. 100 Thle. desgewonnenen Glaspulvers werden dann, versetzt mit:
Borax.14'0 Thln.
Zinnoxyd.0'9 „
Antimonoxyd.. . OB „
Gold (in Königswasser gelöst) .... 0'02 „
gut dnrchgeschuwlzen. Goldhaltiges Glas, in dieser Weise hergestellt, und imKühlofcu allmälig abgekühlt, soll beim Anwärmen gut anlaufen.
Nach der bereits angezogenen Mittheilung Pohl's,Dircctors dcrJosephinen-hüttc bei Schreiberau, die für farbiges Glas sich eines wohlverdienten Rufes er-freut, läßt das, den aufgeführten Fuß'sehen Vorschriften entsprechend hergestellteRubinglas sich sehr schwer verarbeiten, und steht hierdurch, wie durch feine zugelbe Färbung, dem von den Compositionsbrcnnern erzeugten bedeutend nach.Pohl empfiehlt daher, für zum Uebcrfangcn bestimmten Rubin den früher ange-führten Satz' jener Zunftgenossen, und bemerkt, er habe, an Stelle der 0'7 TheileAntimonoxyd in demselben, auch nur 0-4 angewandt, letzteres sogar ganz bei Seitegelassen; in solchem Falle dann aber stets ein ins Violette spielendes Roth erhal-ten. Uebrigens könne Rubinglas aus jedem Glasgemcnge, bei jeder Hitze, mitmetallischem Gold, mit einer Goldlösung, sowie mit, oder ohne Zinnoxydversatzhergestellt werden, und komme es nur auf richtige, indeß sehr einfache, Be-handlung des Glases an. Rubin für massiv rothes GlaS erzeuge er aus einemeinfachen Weißglasgcmenge, dem auf 70 Pfd. in demselben enthaltenen Sandes,die Lösung zweier Ducaten (circa 6'5 §) Gold zugesetzt wurde.
Kohn hatte, bereits vor Pohl's Mittheilungen, das nachstehende sehr gold-rciche Gemenge empfohlen H:
Sand ..100 Thle.
Mennige.128 „
Pottasche .25 „
Salpeter.16'5 „
Gold (in Königswasser gelöst) .... 01,,
und schrieb vor, die Goldlösung, mit Wasser verdünnt, unter den Sand zumengen.
In Betreff der Frage, welche Rolle das Gold in der Zusammen-
i) Wagner's Jahresbericht 2 (1856), 163, nach: Chemisch technische Mittheilungen1854 bis 1856, S. 95.