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Kupferrubin.
betrifft, so gewinnt Bontemps, bei der von ihm angegebenen Weise, das Eisenin Form des Oxydes, somit für den beim Eiscnzusatz verfolgten Zweck reduci-rcnder Wirkung, in unwirksamer Verbindung, und wenn er ferner mittheilt, daßer auch das Zinnoxyd durch Oxydation von Zinn mittelst Salpetersäure, Aus-waschcn und Trocknen des Niederschlages, somit auch in seiner höchsten Oxydations-stufe herstellte, so glaubt man ihm gern, daß er „xour- aiclsr ü 1'aotion cks^ l'aoiäs stamuiguo" seinen Compositioucn mit Vortheil metallisches Zinn oderWeinstein, bei den letzten Malen des Umschmclzens, zugesetzt habe.
Für ein schöneres Roth, das in gedeckten Häfen herzustellen, giebt Bon-temps die folgende Vorschrift. Das erste Gemenge:
Sand. . . .100 Thle.
Mennige. . . 200 „
Kupferoxyd. . 4'8 „
Zinnoxyd . . 12 „
das schon nach Verlauf einer Stunde nicdergcschmolzcn sein soll, wird 2 bis 3Male, mit Hilfe einer Kartoffel, „geblasen", dann in Wasser ausgeschöpft, umge-schmolzen, wieder geblasen, und wieder abgeschreckt; wo dann das Glas durchsichtiggelb ausfällt. Wieder mngeschmolzen, geblasen und von Neuem in Wasser aus-geschöpft, erscheint die Masse nun orange, und zeigt bereits einzelne rothe Partien.Hierauf wird sie mit 25 Thln. eines aus dem nachstehenden Gemenge erschmol-zenen Glases versetzt, und unter Zusatz von 30 bis 40 g (?) Weinstein, oder^ metallischem Zinn mngeschmolzen, wo sie dann schön roth werden soll.
Bersatzgemenge:
Sand . . . .100 Thle.
Pottasche ... 36 „
Kalk.18 „
Mennige . . . 3 „
Waren die bisher aufgeführten Angaben solche, die der Hüttenpraxis ent-nommen, oder wenigstens prätcndirtcn, zunächst für diese maßgebend zu sein,so suchen neuere Arbeiten auf diesem Specialgebiete, so die vonPcttenkofer undvon Ebell, zunächst dem Vorgänge der Rothfärbung des Glases durchKupferpräparate, seinem Wesen nach auf die Spur zu kommen. Wiewir gesehen, hat im Alterthume das opake Glas wahrscheinlich den Ausgangs-punkt für die Herstellung der durch Kupfer roth gefärbten Gläser gebildet; dieErforschung seines Zustandekommens war dann auch der erste Vorwurf der ein-! schlagenden Arbeiten Petteukofer's, dem das von ihm Hiebei neu entdeckte Hä-malinon auf der Münchener Ausstellung 1854 prämiirt wurde. Sein damalsgroßes Aufsehen, erregendes Product war, einer späteren Mittheilung H der vor1847 angestellten Versuche zufolge, in kleinem Maßstabe hergestellt worden, in-
i) Dingler's Journ. 143 (1857), 122 nach: Abhandlungen der naturwissensch.techn. Commission der königl. daher. Akademie der Wissenschaften 1, 121.