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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Ornamentaler Schliff.

srrs ^ Gewichtsverhältniß von O'I bis l'O zu, fügt auch wohl noch etwas Bleioxydflußund mit Harz vermischtes Chlorantimon bei, trägt das gewonnene Product mitdem Pinsel auf die zu decorirenden Gegenstände auf, überzieht mit einer Uran-igen- - oxydlösung (bei einem zweiten Brande?) und brennt in der Muffel ein.

, die In ähnlicher Weise stellt Brianchon auf Porcellan verschiedene Metall-

lüster her, und wäre es daher nicht undenkbar, daß auch die ebenfalls von Zahnlichst ! ausgestellt gewesenen,hyaloplastischen Münzen", in Glas abgeformte

, auf Medaillen, einem verwandten Verfahren ihr dem des Metalls täuschend ähnliches

zöge- Aeußere verdankten.

chicht War Zweck des Bemalens, das Glas mit der deckenden Schicht eines ge-steht färbten Flusses zu überziehen, so ist imSprechsaal" neuerdings das Auf-

1n88) schmelzen eines weichen Flusses recommandirt worden, um das Glas zu mattircn-

Aan- der Objecte oberflächlich auszuschließen, und hierdurch eine leichte Entfernung der

s ein blanken Oberfläche zu ermöglichen. Es werden nach diesem Vorschlage lOOTHle.

, ein Bleiglätte und 2 Thle. Borax mit Wasser fein angerieben, die Mischung mit dem

won- Pinsel aufgetragen, getrocknet und eingebrannt. Nach dem Erkalten werden die

Mes durch das Bleioxyd oberflächlich zersetzten Gegenstände in mit Salpetersäure an-

, die gesäuertes Wasser gebracht, und wird hierdurch der durch die Säure leicht ent-

fernbare, in die Glasoberfläche beim Brennen cingedrungene Ueberzug mit der! und von diesem aufgenommenen Glasmasse entfernt, worauf die in dieser Weise behandcl-

ieber- ten Flächen ein schönes weiches Matt zeigen sollen ^).

Haut

t ihm Recht verbreitet findet man die Ansicht, ornamentaler Schliff auf Hohl-

Lichte . glas, sei eine Erfindung erst neuerer Zeit; und wird solche Ansicht scheinbar durch

Wscr die mehrfach gemachte Beobachtung gestützt, daß sich auf mittelalterlichen, na-

o ein mentlich böhmischen Gläsern eine andere Ornamentationsweise, die Decoration

ischen mittelst mit dem Diamant eingeritzter Arabesken und Bilder, früher zu finden

rächt, scheint als wie als Jntaglio, oder auch nur matt geschliffenes Ornament, oder

merk- ! in derselben Weise hergestellte figürliche Zeichnungen. Indeß, bereits Eingangs

A er, der Besprechung der Weißhohlglasfabrikation, ist Gelegenheit genommen worden,

mälig dem classischen Alterthume entstammende Hohlgläser beispielsweise aufzuführen,

l das auf denen vertieft ausgcschliffene Darstellungen vorkamen, und reicht, nach

unter Wilkinson's mehr erwähntem Werke, die Verwendung des Glasschliffs sogar

dann bis in die Zeit der altägyptischen Technik zurück. Die oben angeführte Ansicht

)iesem läßt sich somit nicht halten, und muß mindestens dahin modificirt werden, daß,

ervor- wenn wirklich auf den Gläsern des 15. und 16. Jahrhunderts mit dem Diamant

Igold, eingeritzte Decoration, früher als eingeschliffene vorkommt, was indeß bei den

neuen meist etwas mangelhaften Provcnienznachrichten schwer zu entscheiden sein dürfte,

, im wir es im neueren Ornamentschliff höchstens mit einer wieder-, nicht mit einer

neuentdeckten Kunst zu thun haben. Denkbar wäre es ja immerhin, daß dieDas neue Entwickelung, die die Venetianer dem farbenprächtigen, aus der Technik des

semitzt bildsamen Glases herausgewachsenen, leichten Filigranschmuck zu geben gewußt,

*1873 andere Ornamentationsweisen zeitweilig zurückgedrängt habe, und daß unter die--

1858^ '---

i) Pvlytechn. Centralblatt 1871, S. 861, nachSprechsaal" 1871, S. 77.

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