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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Tafelglas: Böhmische Fabrikationsweise.

erstarrte die zweite in der weniger heißen Umgebung. War dieses geschehen, soführte der Strecker durch die Oesfnung m (Fig. 141) ein breites gabelförmiggeformtes Eisen mit flachen Zinken, dieSchcibengabel"(Fig. 143), in den Kühlraum ein, brachte die Zinken derselbenunter die Glastafcl, schlug diese in die Höhe, und lehnte sie,die nunmehr auf die hohe Kante zu stehen kam, mit ihremoberen Theile gegen einen in die hierzu bestimmten Ocffnungcnin den Seitenwänden des Kühlraums eingcschobenen, über dieganze Breite des Ofens hinüberreichenden starken Eisenstab s.Gegen die erste Tafel wurde dann später die zweite gelehnt,und hiermit fortgefahren, bis ein Stoß von 20 bis 30 Tafeln,einPfeiler", aufgestellt war. Dann wurde, damit sich dieTafeln des Pfeilers nicht gegenseitig zerdrückten, ein zweiterEiscnstab eingeführt, gegen diesen wieder ein gleicher StoßTafeln gelehnt und so fort, bis der Ofen gefüllt war. NachBeendigung der Streckarbeit stellte man dann sämmtliche Oeff-nungcn, sowohl des Streck- als des Kühlofens, mit Vorsatzthoren aus Schwarzblcchoder Chamotte zu, verschmierte alle hierbei bleibende Spalten aufs Sorgfältigste mitLehm und ließ den nunmehr sich selbst überlassenen Ofen sich allmälig abkühlen.Nach Verlauf von 24 Stunden wurde die Verschmierung einiger kleiner Ocffnun-gen in den von den Glaspfeilcrn entfernten Partien des Ofens losgeschlagen, unddann, nach etwa je 3 bis 4 Stunden, diese Communicationsöffnungen des Ofcninncrnmit der Anßenluft vergrößert, bis der Kühlraum und sein Inhalt auf die Tempe-ratur der Umgebung herabgesunken war, wozu gewöhnlich 3 bis 4 Tage erforder-lich waren.

War das Glas nach dieser Zeit vollständig abgekühlt, so stieg ein Arbeiterin den Kühlraum hinein, und reichte die Tafeln eines Pfeilers nach dem andereneinzeln hinaus, worauf sie auf das gewünschte Format geschnitten und durch leichtesAbreiben mit feinem Kreidepulver von dem auf ihnen haftenden Anfinge feinerFlugasche und Kalks gereinigt wurden;on xsnb nnssi", meint schon Bosc,los

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Die eben beschriebene Herstellung des böhmischen Tafelglases hat, so weit essich um das Erblasen der Walze handelt, auf den wenigen Etablissements, aufdenen sich dieser Industriezweig bis auf unsere Zeit erhalten, keine wesentlichenAbänderungen erlitten, nicht so, was die weitere Behandlung der Walze betrifft.Zunächst gelangten hier die Hütten zu der Erkenntniß, daß, war der Cylinder gutausgearbeitet, namentlich seine Wandstärke eine gleichmäßige, das weitläufige Ab-kühlen in Kühlhäfcn nicht unumgänglich erforderlich war. Gläser von nicht über2-5 inin Dicke behalten bei rascher Abkühlung an freier Luft (nur unter Vermei-dung von Zug) genügende Elasticität, um nachträglich aufgesprengt und gestrecktwerden zu können, sie werden daher, nachdem sie von der Pfeife abgesprengt, zu-nächst auf ein in der Nähe des Ofens stehendes hölzernes Stativ, dasSchaff"(olrsvalst), Fig. 144 (a.f.S.), abgelegt und von diesem, wenn sie vollständig erkaltet,abgeräumt und auf der Hüttensohle aufgestellt. Dickere Walzen bedürfen einesder Abkühlung vorhergehenden nochmaligen gleichmäßigen Aufwärmens, aber auch