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Die Glasfabrikation : mit 201 in d. Text eingedruckten Holzstichen / von H. E. Benrath
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Tafelglas: Böhmische Fabrikationsweise.

einen Durchmesser von über 33 om und erfordern solche zu ihrer Ausarbeitungdaher einen Arbeits- oder Werklochdurchmesscr von gegen 40 om, soll der Arbeiternicht Gefahr laufen, bei der nöthigen raschen Manipulation seines Werkstückes,dasselbe durch Anstoßen an den Arbeitslochrand zu verletzen. Ferner darf, soll dieAusarbeitung nicht eine sehr unbequeme werden, das Werkloch nicht.der Richtungdes Steinschnitts des Gewölbes folgen, sondern muß in der Horizontalen verlaufen,wodurch man genöthigt ist, die Widerlager für das Deckengewölbe des Schmelzofenserst etwa 0'5 in über dem Hasenrand anzubringen. Hierdurch wird aber der zuerhitzende Jnncnraum des Ofens, wie seine Wärmeausstrahlende Oberfläche, sehrwesentlich vergrößert, und daher ein sehr bedeutender Brennmaterialaufwand bedingt.Zu solchen Uebelständen kam dann noch für die alten Hütten der Umstand, daßsich Meister und Gehilfen auf der engen Bühne bei der Arbeit gegenseitig hinder-ten, und so entschloß man sich, die Arbeit des Anfängers und des Fertigmacherslocal zu trennen, ersteren vor dem Schmelzofen, dessen Werklöcher gewöhnlicheDimensionen erhalten konnten, das Glas aufnehmen und seinen Posten fertig stellenzu lassen, dem Fertigmacher aber seinen Arbeitsplatz auf einer mit Schwenkgrubeversehenen Bühne vor einen besonderen Nebenofen mit eigener Feuerung, derTrommel" (vornns) oder demTrommelofen", anzuweisen. Eine derartigeDisposition zeigt z. B. der seiner Zeit sehr verbreitet gewesene Hutter'sche Tafcl-glasofen für Stcinkohlenbetricb, den Fig. 147 u. Fig. 148 (a. f. S.) in einem vertica-len Längsschnitte und einem Horizontalschnitte in der Höhe der oberen Hafenrändcr,wiedergegeben st. Wie aus den Rissen ersichtlich, sind dem Hntter'schen Schmelz-

M. 147.

1 2 3 4 5 6 7 8^ 9 Mctcr.

M. 147.

ofcn vier Flügel angebaut, von denen zwei, 3 und 4, durch die punktirt angedeute-ten Züge, vom Schmclzraume aus, durch abgehende Wärme erhitzt, zum Tempernder Häfen und Vorwärmen (Fritten) des Gemenges dienen, die beiden anderen,1 und 2, mit eigener Feuerung versehen, die einfache Einrichtung der je zweiWerklöchcr ausweisenden Trommeln 7 zeigen, vor denen sich die erhöhten Arbeits-planken und die Schwenkgruben für die Fertigmacher befinden.

st Nach Stein: Glasfabrikation, S. 150.Glasfadrikation.

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