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Versilberung des Glases.
Weinsäure versetzt, und eine Stunde hindurch im Sieden erhalten, sodann mitdestillirtem Wasser bis zum Volumen von 500 slrsm verdünnt (a). 2'857 A
trockenes wcinsaures Kupferoxyd werden mit Wasser übergössen, und tropfen-weise so viel Natronlauge zugesetzt, als eben erforderlich, um das hellblaue Kupfer-salz in Lösung zu bringen; dann wird auch diese Kupferlösung bis auf das Volumenvon 500 olmm verdünnt (l>). Die Reductionsmischung (6) gewinnt manalsdann durch Zusammengießen von:
l Volumen Zuckcrlösung (a),
1 „ Kupferlösung (ll),
8 „ Wasser.
Direct vor ihrer Verwendung werden die Flüssigkeiten rL und L vereinigt, undmit Wasser verdünnt, und zwar:
zunächst gemischt: 50 Volumen Versilberungsmischung (ri),
250 bis 300 „ Wasser (von 20 bis 28»),
dann zugesetzt: 10 „ Reductionsmischung (L).
Die gebotenen Verhältnisse sind, Liebig's eigener Angabe nach, für dieFabrikation kleiner Spiegel (Nürnberger Judcnmaße) berechnet, die, behufs ihrerBelegung, in Kasten, in die die Bersilberungsflüssigkeit nachträglich eingegosscnwird, reihenweise, zu je zwei mit dem Rücken an einander, vertical eingesetzt werden;sie giebt hier, wie eine längere Praxis gezeigt, sehr befriedigende Resultate, undgelingt es mit ihr Spiegel herzustellen, deren Silberbeleg per Quadratmeter nichtmehr als 3 bis 3'5§ wiegt, was ohne den, in die ältere Liebig'sche Vorschriftnicht aufgenommenen, Kupferzusatz nicht ausführbar war.
Dieser älteren Liebig'schen Vorschrift im Princip gleich, ist diejenige, mitder 1863 A.Martin hervortrati), und angeblich befriedigende Resultate gewann.Trotz solcher hat indeß auch er sein Verfahren später geändert, und recommandirtedann 2) 1868 die nachstehende Vorschrift.
Zur Herstellung des Vcrsilbcrungsbades benutzt er vier einzeln bereiteteFlüssigkeiten, und zwar:
1. eine Lösung von 40 § Höllenstein in 1 l Wasser,
2. 70 olwm wässeriges Ammoniak vorn specif. Gew. 0'9125, ver-dünnt mit 1 l Wasser,
3. eine Lösung von 40 A Aetzkali (kohlensänre- und chlorfrei) in 1 lWasser,
4. eine Lösung invertirten Zuckers, hergestellt, indem 25 § Zuckerin 250elmm Wasser gelöst, und nach Zusatz von 3§ Salpetersäureetwa 10 Minuten gekocht werden. Nach dem Erkalten wird dieseZuckerlösung mit tropfenweise zugesetztem Aetzkali so weit neutralisirt,daß sie nur noch ganz schwach sauer ist, dann, zur Verhinderung derGährnng, mit 50 edom Alkohol versetzt, endlich mit Wasser bis zumVolumen von 500 ollom verdünnt.
si Dingler's Journal 169 (1863), 142, nach 6oinxt. rsnä. 56, 1044. —2) Dingler's Journal 191 (1889), 43, nach rinn. äs oliirn. sl äs pbvs. 1868, 8sxt.