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Ei» auf recht ordinäre Waare verarbeitetes russisches Preßglas, dessenstumpfe Kaute» bereits erkenne» ließen, daß das verwandte Glas entweder zuhart, oder aber, daß es zu kalt gepreßt worden, enthielt:
72'62
2-16
8-225-1911-81
100-00
Kieselsäure, . . .Thonerde, Eisenoxydund Mangau
Kalk.
Natron.
Kali.
Es kann dasselbe somit als Beispiel für die Unbrauchbarkeit gewöhulicherWeißhohlglascompositioncn für die Zwecke der Prcßglasfabrikation dienen.
Wie bereits a. a. O. erwähnt, soll auf englischen Hütten der kohlensaureBaryt mehrfach unter die regelmäßig benutzten Schmelzmaterialien aufgenommenworden sein; neuerdings nun spielte mir der Zufall ein kleines Fragment, in sei-nem Aenßcren sehr schönen, scharfkantig ausgepreßten neuen englischen Preßglasesin die Hand, das bei einer» specif. Gew. — 2'524, die nachstehende Znsammcn-sctznng ergab:
Kieselsäure....Schwefelsäure. . .
Bleioxyd.
Thonerde, Eisenoxyds
74-19
0-28
0-86
0-58
und Mangan s
Kalk.
2-88
Baryt.
5-16
Natron.
17-02
100-97
Das Glas war ziemlich spröde, und steht, der Zusammensetzung nach, nichtzu erwarten, daß es besondere Resistenz gegen chemische Einwirkungen besitzenwerde. Ob Moore's oben erwähntes leichtes Preßglas diesem ähnlich, stehtselbstverständlich dahin.
Schon bei Besprechung der Ausarbeitung geblasenen Hohlglases haben wirgesehen, daß vielfach metallene Hohlformen Anwendung fanden, um den an derPfeife aufgenommenen, und zu einem länglichen oder rundlichen Hohlkörper aufge-blasenen Glase die verlangte Gestalt zu geben; die Wand der Blase wurde hierbeidurch von innen auf sie wirkenden starken Luftdruck gegen die Formwände gepreßt.Achnliches geschieht bei dem hier in Rede stehenden Ausarbeitnngsvcrfahren, nurwirkt an Stelle des Luftdruckes ein der Form der herzustellenden Höhlung ent-sprechend gestalteter Metallkcrn, der durch einen Hebelapparat, wie ihn beistehcndeZeichnung (Fig. 201) nach BontempsH wicdcrgicbt, in die noch flüssige Masse
i) Outcks cM vori-ioi', p. 595.