477
Gepreßtes Glas.
eingetrieben, und in letzterer belassen wird, bis das GlaS soweit erstarrt, daß einZusammensinken der Wand nach Entfernung des Kerns, nicht mehr zu befürch-ten ist.
Fig. 201.
Die Entfcrnbarkcit des pressenden Kernes aus der geformten Masse beschränktdas Formgcbiet der auf diesem Wege herstellbaren Objecte auf solche Gestalten,deren Höhlung in ihren oberen Partien stets wenigstens den gleichen, wo möglichgrößeren Durchmesser als in den tieferen besitzt, Teller, Schalln, kelchartige Becherund diesen verwandte Gefäße sind daher neben Kurzwaarcn, wie Mcsserständcrn,die wesentlichsten Artikel, die von den Prcßglashütten geliefert werden; Flaschenund andere nach oben zu verjüngte Gesäße sind nicht herstellbar.
Die gepreßte Waare entbehrt auf der einen Seite in Betreff ihrer Gestaltungjeder individuellen Bethätigung des sie liefernden Arbeiters, sie gestattet aber ande-rerseits, eben da die Leistung des Arbeiters auf das Schöpfen einer bestimmtenQuantität Glas aus dem Hafen, das Einflicßenlasscn desselben in die Form, unddas Niederdrücken des Hebclwerks durch das der Kern in die flüssige Masse ein-getrieben wird, beschränkt ist, die Verwendung billigster Arbeitskräfte, und machtes möglich, trotz solcher Oekonomic, Gefäße von mehr oder weniger in die Augenfallendem Aenßercn und, was gelegentlich von Wichtigkeit, sehr nahe gleicher Capa-citüt zu produciren.
Aus letzterem Umstände Vortheil ziehend, lieferte, nach H. Hudson, auchschon 1855 die Hütte zu South Shields gepreßte, gcaichte und graduirte Hohl-gläser, die für den gewöhnlichen Gebrauch vollkommen genügten H.
U Diiiglcr's Journal 138 (1855), 89, nach Ill-aotiLalNselmniosloui-nal 1855,