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Zweiter Band.
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303
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Kupferstecherkrmst zoz

die Mitte deS XV. Jahrhunderts, wenige Jahre nachder Eisindung der Buchdruckercy. Zwar ist das Stechenauf metallene Platten viel älter, denn schon Carl derGroße hat Landkarten gehabt, die in silberne Plattengestochen waren. Aber an das Abdrucken solcher Plat-ten scheint man damals noch nicht gedacht zu haben.Es wird daher wahrscheinlich, daß die Erfindung derBuchdruckerey, besonders der dazu nöthigen Farbe, auchdas Abdrucken der Kupserplatten in Gang gebracht ha-be. Der erste Kupferstecher, der sich einen gewissenNamen gewacht hat, und von dem man noch vieleBlätter hat, ist Martin Schöne, ein geschickter Mah-ler und Zeichner zu Colmar , in Ober-Elsaß, der voneinigen sogar für den Erfinder, von andern aber doch füreinen der ersten Meister der Kunst gehalten wird. AuSallem geht so viel hervor, daß der eigentliche Erfinder»mithin auch die Zeit der Erfindung nicht mit Sicherheitzu bestimmen sind. Uebrigens ist die Arbeit mit demGrabstichel die älteste Art. Die ersten mit Gewißheitbekannten Kupferstiche von den Italienern, sind vom I.2481; da aber Martin Schöne schon 1486 zu Eol-mar gestorben ist, so scheint die Sache bis jetzt zumVortheil Deutschlands entschieden zu seyn. Mit den ver-meinten Ansprüchen der Hoiläuder auf die Ehre derErfindung dieser Kunst verhält es sich eben so. Ausi die Arbeit mit dem Grabstichel folgte die Aetzkunst.(s. Aetzen.) Unstreitig wurden Grabstichel und Radierna-del bald mit einander vereinigt; aber der Zeitpunkt läßtsich nicht bestimmen. Hierauf folgte die sogenanntegehämmerte, oder Punzenarbeit, wo mit dem sodenannten Hammer der Goldschmiede, Zeichnungendurch gepickte oder geschrokene Striche, und durch kleine,nahe an einander stehende Punklchen, in Kupfer gebracht