5«4
Kupferstecherkunst
werden. Der erste darin bekannte Künstler (wenn Hi,,ronymus Bang aus Nürnberg nicht älter ist,) warder Italiener Giro! Fagifoli, der ums Jahr iZSodergleichen Blätter lieferte, bei welchen aber auch mitdem Grabstichel nachgeholfen worden ist. Im XVII.Jahrhundert wurde diese Kunst von Kellerthaler,Aspruck, Lutma, Flynt u. a. m. fortgesetzt. —Zu dieser Manier gehören die, nach Zeichnungsürt mitschwarzer und rother Kreide gehämmerter Blätter, wel,che der ältere Desmarteau, Francois und Mag-n y ums Jahr 1756 zugleich erfunden haben wollten. —Auf die gehämmerte Arbeit folgten die ersten Versuchemit bunten Kupfern. Gefärbte Holzschnitte lie-ferte schon Hugo Carpi in den Jahren 1520 — izzo,und man versah auch endlich Bücher damit; wovon je-doch das erste, das zu Mayland 1627 4. erschieneneWerk des Ca sp. Asellius äs lustibus 5. laoteis veuir,ist. Jit Kupfer lieferte Losten ann oder Last mann,1626, die ersten, aber freilich schlechten Versuche. —Herkules Zegers soll der erste gewesen seyn, welcherLandschaften mit Farben auf Tüchern abzudruckenlehrte. Ihm folgten 1737 Le Blond und Trilleru. a. m. Die Blatter des Le Blon waren mit z Far-ben: roth, getb und blau, und z besondern Plattengemacht. Gauller und Eloy Dagoty haben dirvierte Platte hinzugesetzt. — Später als die vorige,wurde die schwarze Kunst erfunden, (s. diese.) —Joh. Heinr. Stärklin von Au.,eburg (gest. 1736)arbeitete zuerst Kupfer mit bloßen seinen Punkten auS,welche man nachher Miniatur- oder punktirteStücke genannt hat. Louis Marin, ein Franzosezu London , lieferte 1774 dergleichen Miniatur Stückein Farben. — Im Jahre 1751. brachte ein Franzose
>