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zu schenken. Allein da die bestehende Berfassung mit keinemWarte erwähnte, wie eine Verfassungsänderung vor sich zu gehenhabe, noch überhaupt die Möglichkeit einer solchen Änderungvorsah, so glaubte sie mit ihren Vorschlägen zuwarten zu sollen,bis der Große Rat sich ordentlicherweise wieder versammle.Dabei bedachte sie nicht, daß sie damit neue Ungeduld und neuesMißtrauen im Volke entfache. Unglücklicherweise standen geradedie Erneuerungswahlen für einen Drittelt des Großen Ratesvor der Türe. Indem der Kleine Rat nun am 25. Oktoberdiese Wahlen auf den 17. November anordnete, ohne dabei seineStellung zu den Revisionsbegehren zu erläutern, erweckte erden Argwohn, als gedenke er die bisherigen Verhältnisse nichtzu ändern. Unzufriedenheit und Erregung wuchsen; neue Bitt-schriften bedeckten sich mit Unterschriften und gingen an dieRegierung ab.
Da entschlossen sich die Führer der Bewegung, durch eineimposante Kundgebung der Regierung den Volkswillen zu zeigen.
Sonntag den 7. November versammelten sich auf einer Wieseunterhalb des Dorfes Wohlenschwil an die viertausend aar-gauische Bürger aus allen Teilen des Landes und allen Kreisender Bevölkerung zu einer Landsgemeinde. Eine ungezählte Volks-menge war herbeigeströmt, dem bei uns völlig ungewohntenSchauspiele beizuwohnen. Hier sollte über die Zukunft desLandes beraten werden.
Der Oberamtmann von Baden, Dorer , hatte die Regierungkurz vorher von der bevorstehenden Versammlung in Kenntnisgesetzt. Diese jedoch, sei es, daß die Zeit zu umfassenden Gegen-maßregeln nicht mehr reichte, sei es, daß das Selbstvertrauen vonihr gewichen war, beauftragte blos den Badener Oberamtmann,an der Versammlung teilzunehmen, um die Fassung ungesetz-licher Beschlüsse zu verhüten und Ruhe und Ordnung möglichstzu handhaben.
Der Ammann von Wohlenschwil, Geißmann, leitete die Ver-handlungen. Zu Anfang gab der von einigen Mitgliedern der