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Historische Festschrift für die Centenar-Feier des Kantons Aargau 1903, verfasst im Auftrage der Centenarfeierkommission : die Geschichte des Aargaus, dem aargauischen Volke erzählt / von Ernst Zschokke
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beschlossen, von sämtlichen katholischen Geistlichen, gemäß jenemArtikel der Badener Beschlüsse, den Treueid schwören zu lassen;sodann saßte der Große Rat den Beschluß (7. Nov.), weil sichherausgestellt hatte, daß die Verwaltung einiger Klöster nichtin guter Ordnung sei, weshalb auch ihr Vermögen zurückgegangenwar, den Klöstern Muri , Wettingen , Fahr, Hermetschwil , Gnaden-thal und Baden die Selbstverwaltung zu entziehen und sie unterdie Administration des Staates zu stellen.

Einen klaren Einblick in die damaligen Verhältnisse deraargauischen Klöster gewährt ein Brief Heinrich Zschokkes anAbt Adalbert Regli von Muri . Zschokke war einer der Regierungs-kommissäre gewesen, welche das Vermögen der Klöster wegenihrer Besteuerung hatten festsetzen müssen. Diese Kommissärehatten sich über die feindselige Haltung der Bevölkerung in derUmgebung der Klöster, namentlich im Bezirk Muri , zu beklagengehabt. In einem Briese vom 13. Dezember 1834 an Zschokke lehnte der Abt jeden Anteil des Klosters an jenen Anfeindungenab und empfahl sein Kloster der wohlwollenden FürspracheZschokkes. Dieser schrieb zwei Tage später folgende Antwort:

Hvchwürdiger Herr!

Wenn ich im Großen Rate über meinen Aufenthalt in Muri sprach, so geschah es pflichtmäßig, mit reiner Wahrheitsliebe, überdie Armut, Bettelei, Unwissenheit, den Wankelmut, die Roheit invielen dortigen Dörfern und besonders in der Umgegend desKlvsters.Ich gab Beweise, ich sprach mit gerechtem Unwillen über Hand-lungen, die Sie selbst in Ihrem Briefe grobe verbrecherische Aus-tritte heißen. Mit Unwillen von den Verirrungen und Lärmereienaufgehetzter, sanatisierter Versammlungen, mit Unwillen von demMangel an Tätigkeit, welchen Hr. Bezirksamtmann Küng dabeizu Tage legte.

Ich glaube Ihnen wörtlich, mein hvchwürdiger Freund,daß Ihres Wissens, vom Kloster aus, nichts geschah, solche Un-ordnungen anzuregen oder zu begünstigen. Ich glaube es, daß