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germanischen Vorstoß an den Oberrhein unternahmen;wenigstens wird nns von einer Völkerschaft der „Neckar-sueben" berichtet, deren Hauptort Ladenburg war. Dochdürften wohl diese Germanen, welche wir uns noch teilweiseim Nomadenznstand zu denken haben, bald in den Bann-kreis römischen Kulturlebens getreten sein, wie es sich zurZeit des Augustus am linken Rheinufer dauernd festsetzte.Um dieWende unserer Zeitrechnung erscheint dasheute badischeGebiet im wesentlichen als ein Odlandstreifen zwischen derGrenze des Römerreichs am linken Rheinufer und dem öst-lich gelegenen freien Germanien , bewohnt oder durchzogennur von einzelnen versprengten germanischen oder gallischenHansen, von „leichtem gallischen Gesindel, das, weil es nichtszu verlieren hatte, alles wagte" (Tacitus ).
Man nennt diese Stockung in der Entwicklung, die ein-fach in dem geschichtlichen Verlauf der Dinge begründet ist,die Zeit „der helvetischen Einöde".
Die Römer in Baden.
Unter solchen Umständen war es für die römische Begehr-lichkeit ein leichtes, in diesem bereits als militärisches Vor-land betrachteten rechtsrheinischen Gebiet festen Fuß zufassen.
Da hier nirgends mit dem Widerstand eines geschlossenenVolkstums zu rechnen war, so konnte die Einverleibung desLandes fast ohne Schwertstreich erfolgen. Sie vollzog sichim Laus des ersten Jahrhunderts, von Augustus bis Trajan .Die Einverleibung bestand in nichts anderem als in dervollen militärischen Ausnutzung, in der ausschließlich zurDefensive gegen Osten bestimmten umfassenden Befestigungdes strategisch höchst wichtigen Landstriches. Diesem Zweck