70
Reformation bis Wcskfäl, Frieden.
Die Entwicklung der Territorialherrschasten vonder Reformation bis zum Westfälischen Frieden.
Die Markgrafschaft Baden. Beim Übergang vom Mittel-alter zur Neuzeit regierte in den badischen Stammlanden,wie wir gesehen haben, Markgraf Christas I. Diesermis teilte 17,17> den Gesamtbesitz des Hauses unter seine dreiSohne Bernhard, Philipp und Ernst. Diese Drei-teilung, welche nach des Vaters Tod 1527 in Kraft trat,1527 war nur von kurzer Dauer. Nach dem 1533 erfolgten Ab-r.AS leben des Markgrafen Philipp schlössen die beiden über-lebenden Bruder Bernhard und Ernst 1535 einen neuenisNiTeilungsvertrag. Damit wurden die beiden badischenLinien begründet, welche nahezu 2 hg Jahrhunderte getrenntnebeneinander bestanden. Die ältere Bernhardinische Liniehatte die Markgrafschaft Baden-Baden inne, die jüngereErnestinische die Markgrafschast Baden-Turlach, beide mitihren Nebenlanden.
Baden-Baden . Der Begründer der baden-badischenLinie Markgraf Bernhard 111. starb schon im Jahr nachder Teilung unter Hinterlassung eines unmündigen SohnesPhilibert, für den der Bischof von Speyer und der Herzog1556 von Bayern die Vormundschaft führten. 1556 übernahmPhilibert, ein Gönner des Humanismus und der Refor-i5ssmation, die Regierung selbständig. Als er 1569 bei Mont-contour im Dienst des französischen Königs gegen dieHugenotten gefallen war, mußte für seinen erst zehnjährigenSohn Philipp II. wiederum eine Vormundschaft eingesetztwerden, in der abermals Bayern entscheidenden Einstufthatte. Der junge Markgraf, der auf derJesuitenschule zumrlJngolstadt erzogen worden war und 1572 und 157-1 dasRektorat dieser Universität bekleidet hatte, führte in seinem