Das erneuerte Stammesherzogtum rc. 23
Anf.
am Anfang des 6 . Jahrhundert das Kloster Säckingen , das s.älteste in Baden , gestiftet haben. Etwa 100 Jahre später bante M-St. Galias seine Zelle auf schweizerischem Boden, von der 7 ^'auch auf unser Land nachhaltiger Einfluß ausging. Wenige Jh.Jahre später folgt die Gründung des Klosters St. Trudpertim Münstertal bei Staufen und wahrscheinlich die von Etten-heimmünster (früher St. Landolin) und Schüttern beiLahr.
Im 8 . Jahrhundert traten an die Stelle der Iren angel- 8 .sächsische und fränkische Missionare. In diese Zeit fälltdie Stiftung des bedeutendsten bardischen Klosters im Mittel-alter, welches Pirminius auf der Insel Reichenau im Boden see unter dem besonderen Schutz der alemannischen Herzoge unddes fränkischen Hausmeiers Karl Martell im Jahr 724 errichtete. 724Auch die Klöster Schwarzach, Gengenbach u. a. verdankenihm ihre Entstehung.
Im fränkischen Teil Badens hat der große Apostel derDeutschen , der Angelsachse Winfried oder Bonifacius vonMainz und Worms aus erfolgreich gewirkt. Hier, wo wir imGegensatz zum Süden wenig Klöster finden, verdient die Stiftungdes Nonnenklosters der heiligen Lioba in Tauberbischofs heim (724) Erwähnung. '24
Die Abteien St. Gallen und Reichenau zähltenim 8. und 9. Jahrhundert eine stattliche Reihe gelehrter^Männer zu ihren Insassen, von denen bedeutende Einflüsse s.auf die Bildung ihrer Zeit weit über die Grenzen unseresGebietes ausgegangen sind. Näheres darüber s. u. S. 66 ff.
Das erneuerte Stammesherzogtum bis zumAusgang der Hohenstausen.
Als in den Tagen höchster Not und Bedrängnis an derSpitze des Reiches ein Kind stand, der letzte Sproß desdeutschen Zweiges der Karolinger , da erwachte in dendeutschen Stämmen, von denen jeder sich selbst helfen mußte,so gut er konnte, wieder mächtig der Nnabhängigkeitstrieb,und jeder suchte sich seinen Führer vertrauensvoll im eigenen