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Die freien Alemannen.
unter römischem Schutz dauernd nach Savoyen übersiedelten.Jetzt konnten sich die Alemannen wieder nach Norden aus-um dehnen und hielten um die Mitte des 5. Jahrhunderts dasGebiet von Worms bis über Würzburg hinaus besetzt, andie Franken und Thüringer stoßend, ebenso erweiterten sieihre Grenzen im Südosten bis an den Lech , verloren aberdafür das Land westlich vom Jura an die allmählichromanisierten Burgunder.
Da trat gegen Ende des 5.Jahrhunderts eine folgen-496 schwere Katastrophe ein. Wahrscheinlich im Jahr 496schlug der Frankenkönig Chlodwig bei Zülpich , wie esheißl, die vereinigte Streitmacht der Alemannen so empfind-lich aufs Haupt, daß sie ihre Vormachtstellung im deutschen Südwesten einbüßten, sich dem von dem Sieger diktiertenFrieden fügen und die darin festgesetzte Landesgrenze an-erkennen mußten. Diese zog sich, vertragsmäßig genaubestimmt, vom Hesselberg (im bayrischen Kreis Mittel franken ) über den Rhein bis an den Nordrand des Hage-nauer FSrsts und den Kamm der Vogesen , auf badischemGebiet speziell von der Hornisgrinde hinüber zurBadenerhöhe, die Oos und dann die untere Mnrgentlang an den Rhein .
Das ist bis zum heutigen Tag die Grenzscheidegeblieben zwischen alemannischem (südlich) undfränkischem (nördlich) Volkstum in Baden. Dernördliche Teil wurde dem Frankenreich einverleibt, den süd-lichen wie alles andere ihnen verbliebene Gebiet stelltendie Alemannen unter den Schutz des mächtigen Ostgoten-königs Theoderich . Auch im Osten wurde jetzt dieGrenze dauernd festgelegt durch den Einmarsch der Baju-waren südlich der Donau und östlich des Lech. Jen-seits der Donau waren die Thüringer die Nachbarn derFranken.