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Das erneuerte Stammesherzogtum rc.
die vereinigte ungarische Macht, deren Reste nach blutigemRingen auf Nimmerwiedersehen heimwärtsjaglen.
Otto d. Gr. fand aus seinen weiteren Römerzügen, dieihn öfters durch unser Land führten, in den von ihm au Besitzund Einfluß sehr verstärkten geistlichen Herrschaften, insbesondereim Kloster Reicheuau und im Bistum Konstanz , einenkräftigen materiellen Rückhalt; aber auch politisch war dieStellung dieser an der Eingangspforte von Italien ins eigent-liche Reich gelegenen geistlichen Gebiete für den König, der be-kanntlich die ganze Reichsverfassung auf das geistliche Fürsten-tum gründete, nicht zu unterscheiden. Die Benediktiner-abtei Reicheuau, deren hohe Bedeutung für das Kulturlebenzur Zeit der Karolinger wir oben berührt haben, spielteauch unter den Ottouen eine wichtige Rolle. Der Abt vonReicheuau war ein häufiger Begleiter des Kaisers auf seinenJtalienfahrten, und man erzählt, daß er unterwegs nach Rom jede Nacht auf eigenem Grund und Boden zubringen konnte.Im 10. Jahrhundert vernehmen wir auch Klagen über allzuhäufige Abwesenheit des Abtes am kaiserlichen Hof zum Schadendes Klosters. Bon hier aus bestand überhaupt eine lebhafteVerbindung mit Italien , die auch kulturell sehr anregend wirkenmußte; das Kloster lag unweit einer der besuchtesten Pilger-straßen nach Rom .
Auch Herzog Burkard leistete Otto, der am 2. Februarv «2 962 die Kaiserwürde erneuert Hatte, bei seinen italienischenUnternehmungen wertvolle Dienste und trug durch persön-liche Umsicht und Tapferkeit viel zur Festigung des kaiser-lichen Ansehens in Deutschland wie in Italien bei. Im973 Jahr 973, bald nach dem Kaiser, starb Burkard. Seine durchSchönheit und Geistesgaben ausgezeichnete WitweHadwig lebtess4 noch bis 994, meist auf dem Hohentwiel, wo sie sich unterLeitung des gelehrten St. Gallcr Mönches Ekkehard II. klassischen Studien widmete.
Da ihre Ehe kinderlos geblieben war, erhielt LiudolfsSohn Otto das schwäbische Herzogtum, wozu noch nach37k Unterdrückung einer dort angezettelten Verschwörung 976