Das erneuerte Stammesherzogtum rc.
36
Im Herzogtum Schwaben , das von jetzt an bis zu seinerAuflösung des kraftvollen Regiments der Staufcr sich er-freute, besserten sich die lange Zeit zerrütteten Verhältnissewieder. Nur warf der unselige Streit zwischen Kaisertumund Papsttum fortgesetzt seine düstern Schatten ins Land.rios Auf den 1105 verstorbenen hochverdienten HerzogFriedrich I. folgt in Schwaben unangefochten sein ältererSohn Friedrich II. , während der jüngere, Konrad, Herrin Ostfranken wird, derselbe Konrad, der i. I. 1138 dieReihe der glorreichen hohenstaufischen Könige eröffnet. Andem Zustandekommen des Wormser Konkordats, dasiiLZ 1122 den fünfzigjährigen Jnvestilurstreit zwischen Kaiserund Papst endlich beilegt, haben auch unsere oberrheinischenFürsten Anteil, so die Herzoge von Schwaben und vonZähringen , die Bischöfe von Konstanz und von Speyer.ii 2 L Als im Jahr 1125 das salische Geschlecht mitHeinrich V. erlosch, da durste der SchwabenherzogFriedrich II. als des letzten Königs Neffe mit einiger Be-rechtigung sich Hoffnung auf den Königsthron machen. Dochauf dem Mainzer Tag im Anfang dieses Jahres entschiedFürstenversammlung zugunsten Lothars von Sachsen ,iisrmit dem die hohenstaufischen Brüder fast 10 Jahre langhartnäckige Kämpfe ausfochten, durch die Franken nndSchwaben empfindlich heimgesucht wurden, nnd die schließlichzur völligen Niederlage der Staufer führten.iiv5 Ta erfolgte i. I. 1135 aus dem Reichstag zu Bamberg dieVersöhnung und zwar durch Vermittlung des Abtes Bern-hard von Clairvaux , des späteren Kreuzzugspredigers.So war den Hohenstaufen der Weg zum Thron geebnet, den^der jüngere der Brüder, Konrad, 1138 bestieg.
1152 Damit rückt unsere Landschaft wieder in den Vorder-grund der Reichsgeschichte. Von der Größe und demGlanz des stanfischen Kaisertums in politischer wie in kul-