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Badische Geschichte / Karl Brunner
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47
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Markgrafschaft Baden.

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dem geschichtlichen Werdegang des badischen Fürstenhauses.Darin ist bei der Bedeutung dynastischer Beziehungen inder Geschichte ein bemerkenswertes Moment der weiterenEntwicklung des badischen Staates gegeben. Im Jahr1073 zog sich der Markgraf, der aus den furchtbaren wrsWirren seiner Zeit keinen anderen Ausweg fand, in dasKloster Cluny zurück und starb dort noch vor feinemVater 1074. ivn

Sein Sohn Hermann II. bei der Herzogslinie warder Name Bertold vorherrschend, hier der NameHermann übertrug seit dem Anfang des 12. Jahr-umHunderts den Markgrafentitel auf seinenSitz Baden. Tie Mark-grafen H ermann III. und H er mann IV. haben wir oben alstreue Anhänger der hohenstaufischen Kaiser kennen gelernt,wie sie auch mit ihnen ins Heilige Land gezogen sind.Hermann IV. fand 1190 vor Antiochia den Tod; auch usvsein zweiter Sohn Friedrich starb auf einem Kreuzzng

(1218). M18

Der Erstgeborene übernahm als Hermann V. dieRegierung der Markgrafschaft, von der jedoch durch seinenBruder Heinrich die breisgauischen Besitzungen als Herr-schaft Hochberg abgezweigt wurden; davon trennte sichim Jahr 1305 wieder die Linie Sausenberg; beide^osNebenländer fielen, das erste 1418, das zweite 1503, durch isozErbschaft wieder an die Hanptlinie zurück.

Hermann V. verdankte der Verbindung mit der WelfinJrmengard, der Nichte König Ottos IV., die Erwerbungder Stadt Pforzheim ; er war auch naturgemäß ein eifriger^'Anhänger des wetfischen Königs, dem er 1212 beim Vor-dringen des Staufers Friedrich II. in den Tagen großerGefahr wertvollen Beistand geleistet hat. Gleichwohl konnte erguten Gewissens späterhin wieder unter die staufische Fahne sichstellen. Im Austausch gegen die ihm zugefallenen braunschweigischenErbgüter erwarb er die staufischen Orte Durlach , EttlingenZ-^Laufen, Sinsheim und Eppingen . 1241 nahm der Mark- Wu