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Badische Geschichte / Karl Brunner
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Territorien bis Ende des Mittelalters.

gras teil an dem Zng gegen die Mongolen. MarkgräfinJrmengard stiftete in Beuren bei Baden das Cistercien-iL48serinnenkloster Lichtental, dessen Kirche fortan an Stelledes Stifts in Backnang das Familienbegräbnis erhielt.

Die beiden hinterlassenen Söhne regierten anfangs ge-meinsam. Später überließ der ältere, Hermann VI. , dieStammlande seinem Brnder Rudolf I. , um für Erlangungdes ihm vorenthaltenen Erbes seiner Gemahlin Gertrud,der Nichte des letzten kinderlosen babenbergischen Herzogsvon Österreich und Steicrmark, zu kämpfen, jedochmsoumsonst. Nach seinem Tode sI260) verfocht seine An-sprüche mit dem gleichen Mißerfolg der Sohn aus dieserEhe, der jungeHerzog" Friedrich, wie er sich nannte,den freundschaftliche Gesinnung und eine gewisse Interessen-gemeinschaft mit dem letzten Hohenstaufen Konradinwo« verband, wie auch beide treu vereint 1268 miteinander inden Tod gingen.

Auf die Zeit der Hermanne folgt die der Rudolfe.Bon den sieben dieses Namens, die von der Mitte der 18.^bis gegen Ende des 14. Jahrhunderts regierten, ist deriS72bedeutendste Rudolf I. , der Zeitgenosse König Rudolfsvon Habsburg . In den langen Jahren seiner Regierung,die noch in die Zeit des Interregnums fallen, hat er wieseine übrigen Standesgenossen die Gelegenheit wohl zubenutzen gewußt, aus der allgemeinen Auflösung derZentral-gewalt möglichst viel für sich zu gewinnen. Und als späterder neugewählte König Rudolf diesem allgemeinen Strebenmit energischer Faust entgegentrat, da hat auch unser Mark-graf mit ihm manchen Strauß ausgefochtcn. Selbst mitdem gefährlichsten Gegner des Königs, mit Ottokar von Böhmen , stand Markgraf Rudolf in Verbindung. Dochbald kam ein endgültiger Friede zwischen ihm und KönigRudolf zustande. Gleichwohl dauerten die kriegerischenUnruhen in den badischen Landen fort, deren streitbarer