Markgrafschaft Baden.
4 »
Fürst in wiederholten Fehden mit feinen Nachbarn lag.Bon diesen war einer der lästigsten der Bischof vonStraßburg , der n. a. 1279 verheerend in die Mark-mvggrafschaft einfiel nnd Tnrlach nebst der Burg vonGrötzingcn (auf dem sogen. Tnrmberg) niederbrannte.Rudolf erwarb u. a. auch die Burg Alt-Eberstein mitUmgebung durch Familienbeziehungen nnd hinterließ dieMarkgrafschaft, wesentlich vergrößert und innerlich gefestigt,seinen Nachfolgern, die leider durch Teilungen die Inter-essen des Hauses wenig förderten.
Die fortgesetzten Fehden unruhiger Nachbarn, ins-besondere des Bischofs von Straßbnrg und desGrafen von Württemberg , und die nicht weniger un-heilvollen Folgen des Thronstreites zwischen Ludwig demBayern und Friedrich dem Schönen von Österreich , dazudie Mißwirtschaft einzelner Markgrafen — alles wirktedenkbar ungünstig auf den jungen, erst im Werden be-griffenen Staat.
Da tat es dringend not, daß endlich wieder eine kräf-tige Hand das Ruder ergriff. 1372 kam MarkgrafisiaBernhard I., Sohn Rudolfs VI., zur Regierung, die eranfangs mit seinem Bruder Rudolf VII. , nach dessen Tod(1391) allein, in den wiedervereinigten Landen führte. Erissizählt zu den bedeutendsten badischen Markgrafen und ist innahezu llOjähriger kraftvoller Regierung der eigentlicheBegründer eines ansehnlichen badischen Terri-torialstaates geworden.
Tie schweren Kämpfe, die unter dem schwachen KönigWenzel zwischen den Fürsten und Städten sowie demkleinen Adel, besonders im Südwesten des Reiches, aus-gefochten wurden, zogen auch Baden in Mitleidenschaft.
Bei Töfsingen (1388) kämpfte auch Markgraf Rudolf VII. isssmit gegen die verbündeten schwäbischen Städte. In Pforz-
Brunner, Badische Geschichte. 4