Markgrafschaft Baden.
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so Teile der Herrschaften Lahr und Mahlberg , derGrafschaft Eberstein u. a. Er trat auch gemeinsam mitdem andern Erben, dem Pfalzgrafen von Veldenz, dassponheimische Vermächtnis an.
Sein Sohn Karl!., der kurze Zeit neben seinen BrudernBernhard (gest. 1468, von Papst Sirius V. selig gesprochen, i«8Schutzpatron des katholischen Baden) und Georg (späterBischof von Metz), nach deren baldigem Verzicht aber alleinregierte, wurde als Gemahl Katharinas von Österreich , derSchwester Kaiser Friedrichs III., in die Fehden des streit-lustigen Pfalzgrafen Friedrich des Siegreichen, desbösen „Pfälzer Fritz", hineingezogen. Er unterlag beiSeckenheim (1462) dem Kurfürsten, der ihn mit seinem»WBruder, dem erwähnten Bischof von Metz , eine Zeitlang inharter Gefangenschaft hielt, bis er sich mit schweren Opfernan Gut und Geld loskaufte.
Sein Nachfolger Christo) I. hätte Gelegenheit gehabt,1504 in dem wittelsbachischen Familienstrcit, dem Lands -1204Hüter Erbfolgekrieg, für die seinem Hause ungetane Schmachan dem Pfälzer Kurfürsten Rache zu nehmen; doch eingedenkdes von seinem Vater geschworenen Eides wies er alleLockungen ab mit dem menschlich schönen Worte: „Ehre undEid gilt bei uns mehr denn Land und Leut."
Christofs Eintreten für Kaiser Maximilian bei dessenAnsprüchen auf das burgundische Erbe seiner Gemahlinbrachte dem badischen Haus in der luxemburgischen Herr-schaft Rodemachern einen erwünschten Zuwachs.
Im Jahre 1495 gab der Markgraf seinem Volke eine vor-iWtreffliche Landesordnung. Die Städte Pforzheim 11500) und rsvoBaden (1510) erhielten neue Stadtordnnngen. isiv
Es war ein Glück für den jungen badischen Staat, daßihm in den Jahrzehnten, da unter dem ohnmächtigen Regi-ment Kaiser Friedrichs III. allenthalben im Reiche Un-