60
Territorien bis Ende des Mittelaltcrs.
dehnte sich die Fürstenbergische Herrschaft vom Feldberg bisznm Kniebis, von der Donau bei Möhringen bis znmSchönenberg aus: dazu kamen noch die Schirmvogteienüber verschiedene Klöster.
Kleinere weltliche Herrschaften.
Im Oberland ist ferner zu erwähnen die GrafschaftNellenbnrg mit dem Hanptort Stockach , ursprünglich imBesitz des altadeligen, in der oberrheinischen Geschichte mehr-fach hervortretenden Geschlechts gleichen Namens, das vom9. bis ins 15. Jahrhundert blühte. Die Grafschaft warvom Anfang des 13. bis in die Mitte des 14. Jahr-hunderts in den Händen der Grafen von Beringen,lEdann wieder beim Stammhaus, 1422 bei den Herrenvon Thengen (seit dem 11. Jahrhundert bekannt), ver-r«s bunden mit deren gleichnamiger Grafschaft. 1465 veräußerten1522 diese Nellenbnrg, 1522 auch Thengen an Österreich .
Die Grafschaft Stühlingen mit dem Gerichtssitz für denoberen Albgau war im 11. und 12. Jahrhundert bei demgleichnamigen Geschlecht, dann bei denHerren von Küssa-M5iberg, seit 1251 bei den Grasen von Lupfen bis zu1582 deren 1582 erfolgten: Aussterben.
In der Ortenan kommen vornehmlich die Herren von Geroldseck in Betracht, die die Herrschaften Lahr mit Hohengeroldseck , Mahlberg , Schiltach u. a. so-wie die Schutzvogtei über die Klöster Schüttern und Etten-heimmünster besaßen. Der Begründer des Hauses istiLirWalter von Geroldseck (gest. 1277), dem auch dieLandvogtei zu beiden Seiten des Rheinoberlaufes vonBasel bis Setz übertragen wurde. Seine Nachkommenbildeten zwei Linien: Geroldseck-Lahr, welche die rechts-rheinischen Besitzungen nebst der Landqrafschaft umfaßte,