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Ltarlsruher Stadtkirche an der Stelle, die durch die spätere Ver-legung dieser Kirche unter Karl Friedrich auf den offenenMarktplatz kam und mit einer Pyramide, dem Wahrzeichen derStadt Karlsruhe , geziert wurde.
Tie Regierung Karl Wilhelms hat für die badischeGeschichte eine ähnliche Bedeutung wie diejenige KönigFriedrich Wilhelms I. für die preußische. Wie dort einekluge und sparsame Verwaltung die Mittel schuf für dieumfassende Wirksamkeit des großen Nachfolgers, so ist auchhier in kleineren Verhältnissen die materielle Grundlagebereitet worden für die spätere Neugestaltung des Landes.
Da Karl Wilhelms einziger Sohn, der Erbprinz Fried-rich, 1732 im 29. Lebensjahr gestorben war, so folgte aufEihn sein Enkel Karl Friedrich , für den zunächst eine Vor-mundschaft eingesetzt wurde.
Der jüngere Bruder Karl Friedrichs, der 1732 geborenePrinz Wilhelm Ludwig, bekleidete die Stelle eines holländischenGeneralleutnants und Gouverneurs von Aruheim. Nachdem ervom Dienst abgetreten war, zog er sich in die Heimat zurück, woer das Schloß Mühlburg bis zu seinem Tod (17e8) bewohnte. 1788Die Nachkommen aus seiner morganatischen Ehe mit einer Bürgers-tochter erhielten Namen und Wappen des 1583 ausgestorbencnGeschlechts der Freiherren von Seideneck.
Karl Friedrich . Der am 22. November 1728 geborene, Efrüh verwaiste, von der Großmutter trefflich erzogene Prinz mirkam nach größeren Auslandsreisen 1716 selbständig zurRegierung.
Für Baden-Turlach beginnt nun eine volle zweiMenschenalter umfassende innere Reform, die geradezugrundlegend geworden ist für das gesamte wirtschaftliche undsoziale Leben des späteren Großherzogtums und unverkenn-bar nachwirkt bis auf den heutigen Tag:
..Nach hundert Jahren klingt
Sein Wort und feine Tat dem Enkel wieder."