Buch 
Konstanz, Mannenbach und seine Umgebung / / beschrieben von Felix v. Blocken
Seite
114
JPEG-Download
 

114

Hohentwiel.

er bildet ganz genau die Mitte der Fenster und scheint sowohl " ;t 'seines bedeutenden Umfanges, als auch der Bauart wegen unter i ' l!die ältesten Bestandtheile der Burg zu gehören. *

Nach dem Hauptportale, welches wie die übrigen Portale, ^sowie alle Fenstergesimse aus blauen Rorschaehersteinen erbaut »ist, befand sich links der Rittersaal mit hohen Fenstern, welcher ;»sehr künstlich überwölbt war; leider aber stürzte im Frühjahre M1846 das verwitterte Gewölbe ein. sh

Die an den Rittersaal anstossenden Gemächer sind von 81weniger Bedeutung; das eine etwrns geraume Gemach diente zur JaKüche, die übrigen waren nur Gelasse für Einzelne, gehören ®iaber durch ihre Aussicht auf den Bodensee zu den wmhlgelegen- jsten der Feste. Wendet man sich auf die dritte Seite der Burg, ,so kommt man durch ein Portal in ein geräumigeres Gewölbe, ^das die ganze südwestliche Burgseite einnimmt und vor der Zer-Störung als Magazin diente. ^

Es ist noch gut erhalten und als ein mit lauter kleinen j;Steinen aufgeführtes sogenanntes Sattelgewölbe merkwürdig.

Zur rechten Seite des Hauptportals befinden sich ebenfalls ii-noch wohlerhaltene kleinere Gemächer; eines davon, in dem ^noch schöne Bogenpfeiler von gelbem Sandstein vorhanden sind, ^hatte wieder die Bestimmung eines feuerfesten Ortes.

An diese Gemächer schliesst sich die oben erwähnte Mauer ||an, welche sich zum zweiten Thurme zieht, so dass sich dasYiereck der Burg schliesst. In dieser Mauer wurde eine Aus- 3 :gangspforte angebracht, die, wie bei allen Burgen, wenigstens 2um die Hälfte kleiner ist als das Hauptportal. An dieser Pfortezeigt sich die Dicke des Mauer, ihr Durchschnitt beträgt über 2 m. ^Die fürstliche Burg umschliesst einen etwa 256 [j]m. grossen ^