IX
der theilweisen Trefflichkeit der Schneider'schen Ausgabe nichtverhehlt werden, daß diese nicht mehr genügt und daß eineneue Textausgabe auf Grundlage der Marini'schen, welchedurch Umfang und Preis einer größeren Verbreitung un-fähig ist, als geboten erscheint.
Die Illustrationen, vom Uebersetzer entworfen, sind aufdas Minimum beschränkt, um die Uebersetzung in den Rah-men der Krais und Hoffmann'schen Uebersetzungssammlunghineinzupassen. Durch Verzehnfachung derselben würde dieSache für mich und für den Leser noch wesentlich erleichtertworden sein, doch ist wenigstens das Allernöthigste in prunk-loser klarer Einfachheit gegeben, und ich zweifle nickt, daßauch dieß willkommen sein wird.
Das eine oder andere nachträglich zu berichtigen, binich vorläufig nicht in der Lage. Nur mag erwähnt werden,daß die Literatur über die Curvatur des Parthenon, welchein der Anmerkung zu den 863-nMi inaxarss (S. N und 88)kurz gewürdigt worden ist, nach dem Druck des betreffendenBogens einen neuen Zuwachs erhalten hat. E. Ziller (Ueberdie ursprüngliche Existenz der Curvaturen des Parthenou,Erbkam'schen Zeitschrift für Bauwesen. Jahrg. XV. Heft I.und II. S. 35 fg.) suchte nämlich die Ursprünglickkeit derCurvaturen aufrecht zu halten und die Bötticher'sche Theorieder Comprimirung des Substrnctionsmaterials zu entkräften.Ich werde mich darüber ausführlicher in dem in Bälde er-scheinenden zweiten Theile meiner Geschichte der Baukunst imAlterthume verbreiten, bemerke aber im Voraus, daß ichohne ganz zwingende, vom Steiuschnitt genommene Beweiseund ohne beigebrachte bestimmte Zahlenwerthe besonders fürdie Adjustirung der einzelnen Gebälkblöcke nach der Curven-