Siebentes Buch.
Vorwort.
1. Unsere Vorfahren haben es sich zur eben so weisen, als nütz-lichen Aufgabe gemacht, durch 'Abfassung von Denkschriften das, wassie ausgedacht, der Nachwelt zu überliefern, damit es nicht untergehe,sondern, von Geschlecht zu Geschlecht anwachsend, in Büchern Her-ausgegeben, stufenweise in später Zeit zur höchsten wissenschaftlichenDurchbildung gelange. Daher ist man ihnen nicht geringen, sondernunendlichen Dank schuldig, daß sie dieß nicht in neidischem Still-schweigen unterlassen, sondern dafür Sorge getragen haben, dieWahrnehmungen aller Art durch Aufschreibung der Nachwelt zuüberliefern. 2. Denn wenn sie nicht also gethan hätten, so könntenwir nicht wissen, welche Thaten in Troja geschehen sind, noch wärebekannt, welche Wahrnehmungen Thales, Demokritos, Anaxagoras,Kenophanes und'die übrigen Naturphilosophen über das Wesen derDinge gemacht, und welche Ziele Sokrates, Plato, Aristoteles,Zenon, Epikur und andere Philosophen dem menschlichen Leben vor-gesteckt, oder welche Thaten Krösus, Alexander, Darius und die übri-gen Könige ausgeführt haben, oder aus welche Art sie es gethanhaben, wenn es nicht von unseren Vorfahren durch Beischaffung allervorhandenen Kunde davon in Denkschriften dem Gedächtnisse bis aufdie Nachwelt übergeben worden wäre.
3. Wie daher diesen zu danken ist, so sind dagegen diejenigenzu tadeln, welche die Schriften derselben plündern und die Beutedann als das Ihrige ausgeben; diejenigen aber, welche sich nicht
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