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den, reich an Früchten zur Ernährung der Bürgerschaft, ausgewähltsind, bei welchen auch sichere Landwege, günstige Flußverhältnisse,oder vermittelst Häfen die Seefahrt bequeme Zufuhr zu der Stadtdarbieten, dann sind die Grundbauten der Thürme und Mauern inAngriff zu nehmen, und zwar damit, daß man bis auf eine feste Bo-denschicht, wenn eine solche gefunden werden kann, und noch in die-selbe, so weit dieß je nach der Größe des Werkes geboten erscheint,und zwar in größerer Breite, als die Mauerwände über der Erde dickfein werden, gräbt, und diesen Aushub mit ganz massivem Mauer-werk ausfüllt.
2. Ferner müssen die Thürme nach Außen vorspringend ange-legt werden, damit der Feind, wenn er im Sturme auf die Maueranrücken will, von den Thürmen aus zur Rechten und Linken in denoffenen Flanken verwundet werden könne. Am meisten scheint mandafür sorgen zu müssen, daß der Zugang zu der zu stürmenden Mauernicht leicht sei, sondern ihr Umkreis muß so an abschüssigen Stellenherumgeführt und so ausgedacht werden, daß die Thorwege nicht ingerader, sondern in schräger, zur Linken gewendeter Richtung geführtwerden. Denn wenn diese Einrichtung getroffen sein wird, so wirddie rechte Seite der Anrückenden, welche nicht mit dem Schilde be-deckt ist, der Mauer zunächst sein. Die Städte aber sind nicht imViereck anzulegen, noch mit vorspringenden Ecken, sondern in kreis-förmigen Biegungen, so daß der Feind von mehreren Plätzen ausgesehen werden könne; denn bei den Städten, wo die Ecken vorsprin-gen, ist die Vertheidigung schwierig, weil die Ecke mehr den Feindschützt, als den Bürger.
3. Die Dicke der Mauer aber ist meines Erachtens so herzu-stellen, daß zwei bewaffnete Männer, die sich oben begegnen, unbehin-dert an einander vorbeigehen können. Dann müssen nach der Dickeder Mauer von Innen nach Außen laufend ein wenig angebrannteBalken von Olivenholz so häufig als möglich hineingebaut werden,damit die beiden Außenseiten der Mauer, durch diese Balken wie mitSpangen unter sich verbunden, ewige Dauer haben; denn diesemBauholze kann weder Fäulniß, noch Witterung, noch Alter etwasanhaben, sondern selbst in die Erde vergraben, oder in's Wasser ge-setzt, verbleibt es unbeschädigt und immer brauchbar. Und so nicht