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Des Vitruvius zehn Bücher über Architektur / übers. und durch Anmerkungen und Risse erläutert von Franz Reber
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Die Stufen an der Stirnseite sind so anzulegen, daß sieimmer von ungleicher Art sind; denn wenn man mit dem rechtenFuße die erste Stufe hinansteigt, so wird man auch zuerst den rechtenFuß aus die Plattform des Tempels setzen müssen. Die Höhe dieserStufen aber ist nach meinem Dafürhalten so zu bemessen, daß sieweder stärker, als ^/k Fuß, noch schwächer, als ^4 Fuß angelegtwerden; denn so wird das Besteigen nicht beschwerlich sein. DieBreite der Stufen aber scheint weder geringer, als zu anderthalb Fuß,noch stärker, als zu zwei Fuß genommen werden zu dürfen. Des-gleichen müssen auch die Stufen, wenn sie rings um den Tempel seinwerden, nach demselben Maße gemacht werden.

5 . Wenn aber auf drei Seiten rings um den Tempel statt derStufen ein Basament-Rand hergestellt werden soll, so muß er mitRücksicht darauf eingerichtet werden, daß der massive Grundbau a,die Basamentleiste b, Rumpf 0, Kranzgesimse ä und Kehlleiste 6 biszum Säulenstuhl k selbst, der unter den Säulenbasen ist, im Einklangstehen, den Säulenstuhl aber muß man so nivelliren, daß er in derMitte entlang fort eine Erhöhung durch schräge Schemel erhalte,

Fig. 9

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Die »eamiiu iwpares z galten von jeher als eines der schwierigsten Räthselunseres Autors. Nachdem die verschiedensten Lösungen versucht worden waren,